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Artikel Strafen Aufrauemen

Erziehung

Dauerkonflikt Aufräumen

Jeden Abend muss der Vater Lisa (7) vor dem Essen bitten, ihre Spielsachen im Wohnzimmer aufzuräumen. Auch heute murmelt Lisa nur «gleich …» und spielt weiter. Der Vater hat einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich, verliert die Nerven und wird laut. Schliesslich räumt er selber auf. «Die Geschichte fällt heute aus!», ruft er wütend. «Wenn du nicht hinhörst, habe ich keine Lust, dir einen Gefallen zu tun.» Lisa tobt, verweigert sich noch mehr und rennt frustriert in ihr Zimmer.

Katharina Saalfrank: Tritt ein Konflikt zwischen Eltern und Kindern immer wieder auf, ist es sinnvoll, in Ruhe den Ursachen auf den Grund zu gehen und gemeinsam nach neuen Lösungen zu suchen. Der Vater kann Lisa also am nächsten Tag auf ein Gespräch in die Küche einladen, um über das Aufräumen zu sprechen. Dabei ist die Lösung erst mal nicht so entscheidend. Der Vater sagt Lisa, dass es ihm wichtig ist, eine gute Zeit mit ihr zu verbringen, dass ihm ein ordentliches Wohnzimmer aber auch viel bedeutet. Lisa erzählt, dass sie den Papa vermisst und sich wünscht, dass er sich erst mal Zeit nimmt zu schauen, womit sie gespielt hat und sogar eine Weile mitmacht, bevor sie aufräumt. Der Vater kann spüren, dass Lisa ihn tagsüber vermisst. Die beiden umarmen sich und vereinbaren eine gemeinsame Spielzeit. Sie wollen sich mehr zuhören und weniger streiten.


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