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Familie / Kinderkriegen

Familie Lardon: Späte Überraschung im Doppelpack

Familie Lardon

Vier Kinder. Das ist der Traum für Nicola Lardon. Seit je. Warum vier?

«Ich stellte es mir schön vor, viele Kinder zu haben.» Ihr Mann Alain sagte damals: «Wir werden sehen.» Doch es kommt genauso. Mit 23 bekommt sie das erste Kind. Mit 32 das vierte. «Es war ein buntes, gutes Leben mit dieser Kinderschar», sagt sie. Die Zeit rennt, die Lardon-Kinder sind zwischen 8 und 17 Jahre alt. Ein guter Zeitpunkt für Nicola Lardon, wieder im Beruf Fuss zu fassen. Sie bekommt ein Angebot, den Restaurationsbetrieb des Clubhauses vom SC Schöftland zu übernehmen. Doch kaum ist der Vertrag unterschrieben, weiss sie: «Ich bin wieder schwanger.» Sie ist 40 Jahre alt, ihr Mann 45. «Ich wollte das Kind nicht. Auf keinen Fall», sagt sie. Doch als sie den Test in den Händen hält, weiss sie, es gibt kein Zurück. Ihr Mann sagt: «Wir haben ja schon vier. Da wirds wohl nicht so schwer sein, ein fünftes gross zu ziehen.» Der Bauch wächst viel schneller als bei den anderen Kindern. Nicola Lardon hat so eine Ahnung. Und als dann auf dem Ultraschallbild tatsächlich zwei Herzchen schlagen, da ist ihnen zum Lachen und Weinen gleichzeitig. Auf dem Nachhauseweg sprechen sie nicht viel, jeder ist in seine eigenen Gedanken versunken. Emelie und Noah kommen am 3. August 2015 in der 33. Woche zur Welt. Emelie hat es eilig, drei Stunden dauerts, dann ist das Mädchen da. Noah kommt 13 Minuten später. Heute sind die Zwillinge 19 Monate alt. Und seit sie laufen können, haben die Lardons richtig viel zu tun. Ist die Mutter oft am Limit? «Oh ja. Die ganze Arbeit gibts im Doppelpack. Und dann noch alles andere.» Doch es sei auch herzig, diese zwei Kleinen, die sich gut verstehen. Und da sind die anderen Kinder, die total vernarrt sind in ihre kleinen Geschwister. Die Lardons bekommen viel Hilfe, von Nachbarn, die mit den Kindern spazieren gehen, der Grossmutter, die einen Tag die Woche die Kinder hütet. Alain Lardon übernimmt, wenn seine Frau abends arbeiten geht. Weil den Job hat sie trotzdem angenommen. Und sie ist froh darüber. «Dort bin ich nicht die Mami. Dort kann ich einfach nur die Nicki sein.»


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