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Zeitumstellung

Sommerzeit - So schlafen Kinder trotz Umstellung gut

Auch eine einzige Stunde Zeitverschiebung kann den Schlaf stören. Besonders bei Kindern. Tipps für Eltern, damit die Zeitumstellung gelingt.

Jedes Jahr in der Nacht auf den letzten Sonntag im März wechseln wir von der Winterzeit zur Sommerzeit. Wir stellen die Uhren eine Stunde vor. Zwar verlieren wir dadurch eine Stunde. Doch dafür ist es am Abend auf einen Schlag länger hell, was die Frühlingsgefühle verstärkt. Auch eine Zeitverschiebung von nur einer einzigen Stunde kann das Familienleben durcheinanderbringen. Plötzlich ist das Thema Schlaf wieder zentral. Am Morgen ist die ganze Mannschaft nur schwer aus dem Bett zu bringen. Kein Wunder, müssen Kita-, Kindergarten- und Schulkinder eine Stunde früher auf. Zum Beispiel (gefühlt) schon um 5:30 Uhr statt wie gewohnt um 6:30 Uhr. Und abends kriegt man die Kinder schlechter ins Bett. Schliesslich ist es draussen noch hell und die innere Uhr zeigt noch nicht an, dass es Zu-Bett-Geh-Zeit ist.

Mit diesen Tipps gelingt die Zeitumstellung – bis abends wieder wie gewünscht zur gewohnten Zeit Ruhe einkehrt.

  1. Schrittweise vorgehen. Es bringt nichts, das Baby oder grössere Kind einfach ab dem Tag der Zeitumstellung eine Stunde früher ins Bett zu bringen als gewohnt: Das Kind wird nicht schlafen. Entweder Sie arbeiten bereits etwa zwei Wochen vorher auf den Tag der Zeitumstellung hin oder starten ab Sommerzeit mit der Umgewöhnung. Das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass Sie während mehrerer Tage jeden Tag z.B. zehn Minuten früher Lichterlöschen. Dasselbe tun Sie in Bezug auf den Mittagsschlaf.
  2. Essenszeit anpassen. Jüngeren Kindern signalisieren Sie mit schrittweisem Vorziehen von Frühstücks-, Mittags- und Abendessenzeiten, wo im Tagesablauf es steht. Schulpflichtige Kinder werden von einem Tag auf den anderen eine Stunde früher frühstücken und mittagessen müssen. Passen Sie auch die Uhrzeit des Nachtessens an.
  3. Verdunkeln. Ist es abends noch ungewohnt hell im Zimmer, versuchen Sie, das Zimmer zusätzlich abzudunkeln.
  4. Rituale beibehalten. Ziehen Sie Ihre gewohnten Mittagsschlaf- und Gutenacht-Rituale wie gewohnt und ohne Hast durch. Einfach stetig etwas früher, bis Sie die gewünschte Uhrzeit wieder erreicht haben.
  5. In Geduld üben. Viele Kinder sind in den Tagen der Zeitumstellung quengeliger als sonst. Halten Sie das aus – bald werden Sie alle im neuen Rhythmus drin sein. Bis zur nächsten Umstellung auf die Winterzeit ...

Uhr vor oder zurück?

Wie merkt man sich eigentlich, ob die Uhren vor- oder zurückgestellt werden müssen? Hier ein paar Eselsbrücken:

  • Im Sommer stellen wir die Gartenmöbel vor das Gartenhaus. Die Uhr wird vorgestellt. Im Winter stellen wir die Möbel zurück ins Gartenhaus. Die Uhr wird zurückgestellt.
  • Englisches Sprichwort: «Spring forward, fall back.» «Spring» heisst Frühling – daher nach vorne, «fall» bedeutet Herbst – daher zurück.
  • In Richtung Sommer haben wir schönes Wetter, da opfert man gerne eine Stunde Schlaf: Die Uhr überspringt eine Stunde. In Richtung Winter fehlt die Lust, raus zu gehen, wir bleiben eine Stunde länger im Bett: Ich stelle also meinen Wecker zurück.
  • Die Uhr wird immer Richtung Sommer gestellt: im Frühjahr vor, im Herbst zurück.

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