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Was, Yoga fürs Baby?

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Yoga unterstützt das Kind in seiner natürlichen Entwicklung, sagt Barbira Freedman, die Erfinderin von Baby-Yoga.

wir eltern: Barbira Freedman, wie ist Baby-Yoga entstanden?

Barbira Freedman: Ich habe in den 80er-Jahren mit meinen eigenen vier Kindern angefangen, kleine Übungen und Bewegungsspiele zu machen, weil ich mich sehr dafür interessiert habe, wie sich ein Baby entwickelt; auch Anatomie und Physiologie des Kindes haben mich fasziniert. Da ich selber Yoga gemacht und Kurse gegeben habe, war es ganz natürlich, die beiden Sachen zu kombinieren.

Wie haben Sie sich das Wissen dafür angeeignet?

In erster Linie fiel mir damals auf, dass meine Generation Mütter den «natürlichen» körperlichen Umgang mit Babys von niemandem lernen konnten. Wie ich es korrekt halte oder es beruhige, musste ich selber herausfinden. Später habe ich einige Zeit bei einem Naturvolk im Amazonas-Gebiet gelebt. Dort kann man ein Kind wegen der vielen Insekten gar nie irgendwo hinlegen; das ständige Halten und Tragen wird zur grundlegenden Kommunikationsform zwischen Mutter und Kind. Mit der Zeit merkte ich, dass Babys über eine unglaublich dynamische Abfolge von Bewegungen verfügen, die sie gerne und oft machen. Im Baby-Yoga fördern wir die natürliche Entwicklung dieser Bewegungen. Aber das allerwichtigste Element im Baby-Yoga ist die Kommunikation zwischen Mutter und Kind.

Was bringt Baby-Yoga?

Es unterstützt das Kind in seiner natürlichen Entwicklung. Der Kern ist der gleiche wie im Hatha Yoga, bei dem eine ideale Ausrichtung der Wirbelsäule angestrebt wird. Die Übungen helfen dabei, die Rückenmuskulatur zu stärken, welche die Basis bildet für die weiteren Entwicklungsschritte des Kindes – Kopfkontrolle, Rollen, Sitzen und so weiter. Das gesamte Nervensystem funktioniert besser und die Kinder lernen, sich an körperlicher Bewegung zu freuen.

Gibt es Situationen, in denen Sie von Baby-Yoga abraten würden?

Babys lernen nur dann, wenn sie sich emotional und körperlich sicher und aufgehoben fühlen. Die emotionale Kommunikation muss also stimmen, sonst wäre Baby-Yoga bloss eine mechanische Abfolge von Bewegungen.

Mehr Infos: www.birthlight.com


Barbira Freedman hat Baby-Yoga erfunden. Die Franko-Engländerin und vierfache Mutter ist medizinische Anthropologin an der Cambridge Universität.

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