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Erinnerungsvermögen

Vergessene Erlebnisse prägen uns

Nur weil wir Erlebnisse aus der Kindheit vergessen haben, heisst es nicht, dass sie uns nicht heute noch prägen. Doch wir sind den prägenden ersten Lebensjahren nicht hilflos ausgeliefert.

Die wenigsten von uns können sich an Erlebnisse aus den ersten drei Lebensjahren erinnern. Doch auch das längst Vergessene prägt uns unser Leben lang. «Besonders die Erfahrungen, die Säuglinge und Kleinkinder in Bezug auf Beziehungen machen, führen zu einer Art Arbeitshypothese, mit der sie in neue Beziehungen gehen», erklärt Moritz Daum, Professor für Entwicklungspsychologie an der Universität Zürich. Wenn das Kind zu Beginn seines Lebens erfährt, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden, dann lernt es: Meine Umwelt ist für mich da. Ich kann vertrauen.

Stefanie Stahl, Psychologin und Autorin der Bücher «Nestwärme, die Flügel verleiht» und «Das Kind in dir muss Heimat finden» arbeitet mit Menschen, die kein Urvertrauen entwickeln konnten. Die Folge: «Sie zweifeln viel mehr an sich selbst und rechnen damit, auf Ablehnung zu stossen», erklärt sie.

Die gute Nachricht: Wir sind den prägenden ersten Lebensjahren nicht hilflos ausgeliefert. Stefanie Stahl bietet in ihren Büchern Möglichkeiten, die eigene Vergangenheit zu bewältigen. Und auch Moritz Daum betont: «Der Mensch lernt lebenslang. Selbst wenn ich einen Rucksack voller negativer Erfahrungen mit mir herumtrage, kann er sich durch neue positive Erfahrungen verändern.»

Warum erinnern wir uns nicht?

Erinnerungsfähigkeit

Warum erinnern wir uns nicht an Erlebnisse der frühen Kindheit? Wann setzt die Erinnerung ein und wie trainieren wir bei unseren Kindern die Erinnerungsfähigkeit?

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