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Schnupfen und Fieber: Wie Eltern ihren Kindern helfen

Gesundheit

Schnupfen und Fieber: Wie Eltern ihren Kindern helfen

Sie schweben in der Luft des Kindergartens, im Bus, im Wohnzimmer. Klitzekleine Krankheitserreger, die Kinder in Schnuddernasen verwandeln. Was Eltern tun können, um vorzubeugen und zu lindern.

Stecken Kinder beim Spielen die Köpfe zusammen, wird das Immunsystem ziemlich gefordert. Gerade im Winter, wenn ein Kind verschnupft ist, hustet und niest, gelangen Krankheitserreger durch winzige Speicheltröpfchen in die Luft. Wer sich in der Nähe befindet, atmet die infizierte Luft ein oder nimmt sie direkt über die Mundschleimhäute auf. Während grössere Tröpfchen in der Luft schnell absinken, schweben kleinere Tröpfchen länger im Raum und breiten sich über grössere Distanzen aus. Sie bleiben auf Spielzeug und Tischflächen haften und wandern auf diese Weise schnell von Kind zu Kind – oder vom Kind zu den Eltern.

Ein gesundes Immunsystem kommt mit dieser Situation klar. Der erste Schutz sind die Schleimhäute, die in der Nase und im Mund die Tore zur Aussenwelt bilden. Sind die Schleimhäute feucht, rutschen die Viren weg. Überheizte Räume trocknen jedoch die Schleimhäute aus. Dadurch bleiben die Viren eher auf der Schleimhaut kleben und dringen so in den Körper ein. Jetzt beginnt das körpereigene Abwehrsystem auf Hochtouren zu arbeiten. Es versucht die fremde Substanz abzublocken oder zu zerstören, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Zum Beispiel indem der Körper die Temperatur erhöht und anfängt zu fiebern.

Kinder fiebern lassen

Viren und Bakterien mögen keine Hitze. Steigt das Fieber auf über 38,5 Grad Celsius, schränkt dies die Lebensbedingungen der Viren und Bakterien stark ein. Das Fieber stimuliert zudem weitere Abwehrzellen und regt den Stoffwechsel an. Der Körper verfolgt das Ziel, Krankheitserreger mit der hohen Temperatur zu vernichten und über die gesteigerte Stoffwechselaktivität möglichst schnell aus dem Körper herauszumanövrieren. Greifen Eltern bei erhöhter Temperatur reflexartig zum fiebersenkenden Sirup oder Zäpfchen, sinkt zwar die Körpertemperatur, doch produziert der Körper sofort wieder Fieber, sobald die Wirkung nachlässt. Ein enormer Energieverschleiss.

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Der Körper erhöht die Temperatur und vernichtet so Viren und Bakterien.

Angezeigt sind fiebersenkende Massnahmen, wenn sich das Fieber beim Kind der 40-Grad-Grenze nähert. Doch selbst jetzt sollten Eltern versuchen, das Fieber nur um ein halbes bis ein Grad zu senken, damit die Krankheitserreger durch den erhitzten Körper abgetötet werden. Steuern lässt sich die Körpertemperatur zum Beispiel mit einem niedrig dosierten Medikament oder genügend langen Abständen zwischen den Zäpfchen. Auch Essigsocken sind eine wirkungsvolle Massnahme, um das Fieber sanft zu senken.

Nase befeuchten

Anstatt erste Erkältungszeichen wie Fieber, Schnupfen, Frieren und Schwitzen sofort im Keim zu ersticken, ist es sinnvoller, das Immunsystem zu mobilisieren. Zum Beispiel mit einem natürlichen, für Kinder geeigneten Vitamin-C-Präparat. Der Körper braucht Vitamin C, idealerweise kombiniert mit den Vitaminen A und D, um die Zahl der Abwehrzellen im Krankheitsfall zu erhöhen. Unterstützung bekommt das Immunsystem auch durch die Heilpflanze Echinacea. Der rote Sonnenhut (Echinacea) aktiviert die körpereigenen Abwehrzellen. Gleichzeitig reinigt die Heilpflanze die Schleimhaut und steigert die Resistenz gegen Keime. Echinacea hat auf den Körper eine keimhemmende, antivirale, entzündungshemmende und schleimhautaufbauende Wirkung. Man kann sie bei ersten Anzeichen einer Erkältung oder auch vorbeugend als Tabletten, Tinktur oder Spagyrik-Essenz einnehmen.

Einen guten Schutz bieten auch befeuchtende Nasensprays auf der Basis von Meer- oder physiologischem Kochsalz sowie reines Pflanzenöl wie Sesam- oder Mandelöl, das man sich in die Nase reibt. Am Morgen angewendet, halten solche Massnahmen die Nasenschleimhaut der Kinder feucht und schützen sie vor Infekten. Diese Schutzmassnahmen eignen sich natürlich auch für Eltern, Grosseltern und Lehrpersonen, die sich langsamer von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt erholen als Kinder.

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