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Unterschätzter Erreger

Kind niest

Erkältungen gehören zur Winterzeit wie Schnee und Glatteis. Die meisten Erreger sind lästig, aber meist ungefährlich. Nicht so das RS-Virus: Bei Babys und Kleinkinder kann eine Infektion zu schweren Komplikationen führen.

Von Oktober bis Ende März geht es um, das respiratorische Synzytialvirus (RSV). Den wenigsten Müttern und Vätern ist es ein Begriff, denn bei den meisten Infizierten verläuft das RS-Virus glimpflich und ruft bloss banale Erkältungssymtome wie Schnupfen, eine laufende Nase und Husten hervor.
Anders bei Babys: Die kleinsten Bronchien, die sogenannten Bronchiolen, sind noch klein und fein. Zudem ist ihre Immunabwehr noch unreif, sodass eine Infektion mit dem RS-Virus bei vielen Säuglingen nach zwei, drei Tagen auf die Bronchien übergreift, was akute Atemprobleme zur Folge haben kann. Nur selten kommt es im weiteren Verlauf zu einer Lungenentzündung, die auch tödlich ausgehen kann. Doch unterschätzt werden sollte das Virus nicht: Gemäss dem renommierten Ärzteblatt «Lancet» sind RS-Virusinfektionen in Entwicklungsländern noch immer eine der häufigsten Ursachen für die Kindersterblichkeit. Fachleute gehen ausserdem davon aus, dass es weltweit jährlich zu 33,8 Millionen schweren Erkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren kommt.
Gibt es Hinweise auf eine gravierende Erkältung des Babys oder Kleinkindes, ist deshalb ein sofortiger Besuch beim Arzt angesagt: «Für eine Entzündung der unteren temwege spricht vor allem, wenn der Säugling nicht mehr trinkt und schwerfällig atmet, beispielsweise beim Atmen stöhnt», sagt Daniel Trachsel, Lungenspezialist am Kinderuniversitätsspital beider Basel. «Tatsächlich bringen Eltern ihr Kind häufig zur Untersuchung, weil es nicht mehr trinkt.» Ein weiteres Anzeichen: Das Baby erscheint beim Husten blass und bläulich. Bei diesen Symptomen gehört es sofort in ärztliche Abklärung. Daniel Trachsel: «Ist der Säugling jünger als zwei Monate alt, und ist bekannt, dass sich jemand aus dem Umfeld mit dem RS-Virus angesteckt hat, sollte man lieber einmal zuviel zum Arzt gehen.» 1 bis 2 Prozent der erkrankten Babys müssen im Spital behandelt werden, wo sie hauptsächlich zusätzlichen Sauerstoff und Antibiotika erhalten. Eine Impfung gegen das RS-Virus ist frühestens in einigen Jahren zu erwarten.
Mit dem RS-Virus infiziert werden etwa 80 Prozent der Säuglinge unter einem Jahr, die Übertragung via Tröpfchen und Schleim erklärt den hohen Ansteckungsgrad. Während gesunde Babys einen RSVInfekt meist ohne grössere Komplikationen durchmachen, gelten geschwächte Kinder wie Frühchen oder kranke Neugeborene als besonders gefährdet. Ungeborene Kinder hingegen sind nicht betroffen, weil während der Schwangerschaft keine Übertragung des RS-Virus von der Mutter auf das Kind stattfindet.

Das Baby ist erkältet – was tun?

Je jünger ein Säugling, desto beunruhigter sind Eltern, wenn er verschnupft ist oder mit Hustenattacken zu kämpfen hat. «Bereits eine verschnupfte Nase kann einem Baby eine Menge Energie rauben, ohne dass es gleich daran erstickt», meint der Basler Kinderlungenspezialist Daniel Trachsel. Ist das Kind jünger als drei Monate alt, empfiehlt sich bei allgemeinen Erkältungsanzeichen wie Schnupfen oder Husten immer ein Arztbesuch. «In den ersten Monaten sind Atemwege und Immunabwehr noch wenig gereift, Infekte nehmen daher eher einmal einen schweren Verlauf», so Daniel Trachsel. Bei älteren Babys ist ein ärztlicher Untersuch angezeigt, wenn es nicht trinken mag, mit dem Atmen Mühe hat (z.B. beim Trinken stöhnt) oder sein Teint blass und bläulich ist.

Tipps

  • Schnupfen: Nützlich sind Nasenpumpe (nur im vorderen Teil der Nase verwenden!) und Kochsalznasentropfen. Hausmittel: Schale mit dampfendem Kamillentee aufstellen.
  • Husten: Vor allem bei Kindern unter 6 Monaten nicht lange abwarten, sondern die Ursache abklären lassen. Mit entsprechenden Medikamenten behandeln.
  • Trinken: Dafür sorgen, dass das Kind möglichst viel trinkt, Luft in den Innenräumen befeuchten
  • Spray statt Globuli

    Spray statt Globuli

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  • Inhalieren statt schlucken

    Inhalieren statt schlucken

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    Wenn der Hals kratzt und die Nase läuft, muss nicht jedes Mal Chemie geschluckt werden. Vorab Eltern sind froh, wenn sie Erkältungen, die Krippen- und Schulkinder oft mehrmals pro Winter heimschleppen, auch ohne Pillen und Zäpfchen die Tür weisen. Mit Baden und Inhalieren zum Beispiel. Der Wasserdampf löst in Kombination mit ätherischen Ölen aus Arzneipflanzen den Sekretstau in Nase, Bronchien und Nebenhöhlen. Mit dem praktischen Inhalator von Pinimenthol geht das auch ohne stundenlangem Stillsitzen. Der schwenkbare Aufsatz lässt sich biegen, der Isolierbecher- Wärmeschutzmantel schützt vor Verbrennungen und lässt sich bequem herumtragen. Inhalieren wird so zum Kinderspiel.
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  • Aufatmen statt durchhängen

    Aufatmen statt durchhängen

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    Trockene Luft verdirbt im Winter nicht nur das Raumklima, sondern auch die gute Laune: Denn sie bewirkt Kopfschmerzen, rote Augen und ein stärkeres Ausbreiten von Grippeviren. Ein Luftbefeuchter kann helfen und den Raum sogar schmücken: Der formschöne und mit dem reddot-design-award ausgezeichnete Befeuchter E2441 von Air-o-Swiss ist kinderleicht zu bedienen, bindet herumfliegende Partikel wie Pollen, Staub oder Staubmilben und verringert so die Anfälligkeit gegenüber Infektionen und hilft gegen Allergien. Damit können auch die kleinsten Raumbewohner wieder richtig durchatmen. Und die Mama aufatmen.
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