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Babys und Karies

Schadet Muttermilch den Zähnen?

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Es kommt vor, dass schon ganz kleine Kinder Karies haben. Allerdings hat das wenig mit dem Stillen zu tun.

Diese Mutter macht sich Vorwürfe: «Ich habe meinen Sohn bis zum Alter von 15 Monaten gestillt, zuletzt vor allem in der Nacht, weil er sich an der Brust sofort beruhigt hat», erzählt sie. Ihr Sohn bekam seine ersten Zähnchen mit vier Monaten. Obwohl die Mutter sofort mit der Zahnhygiene begonnen hat, war sein Gebiss schon ein halbes Jahr später so kariös, dass die kaputten Zähne unter Vollnarkose saniert werden mussten. Das komme vom Stillen, hat ihr eine Freundin gesagt, weil Muttermilch so viel Zucker enthalte. Die Mutter war verunsichert.

Die Stillberaterin Heidi Rennhard kann beruhigen: «Gestillte Kinder haben nicht häufiger Karies», sagt sie. Würden Kinder richtig gestillt, rinne die Muttermilch nämlich direkt in den Rachen.

Ebenso bekannt ist, dass Kariesbakterien nicht in der Lage sind, den Zucker in der Muttermilch (Laktose) als Energiequelle zu nutzen. Sie bevorzugen normalen Zucker (Saccharose). Mehr noch, Muttermilch enthält Substanzen, die die Bakterien bekämpfen. Das heisst, solange Babys ausschliesslich gestillt werden und noch keine Zähne haben, besteht kaum ein erhöhtes Kariesrisiko.


Karies kommt über den Nuggi

Die Kariesbakterien können allerdings schon vorher in den Kindermund gelangen, wenn Eltern zum Beispiel den Nuggi abschlecken, bevor sie ihn dem Kind geben. Deshalb sollten besser auf eine solche «Vor-Reinigung» verzichten, sagt die Stillberatern. Sobald die ersten Zähne da seien, sollten sie natürlich mit einer fluorhaltigen Kinderzahnpasta gereinigt werden, tagsüber unbedingt nach jeder Mahlzeit.

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