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Schwangerschaft - Woche für Woche

28. Woche

Titelbild: 28. Woche

Zwischen Ihnen und Ihrem Kind besteht eine Symbiose. Haben Sie Stress oder Fieber und deshalb erhöhten Puls, steigt auch beim Ungeborenen die Herzfrequenz. Sind Sie glücklich, merkt Ihr Baby auch das.

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Nuckelt da jemand am Daumen? Dieses Video stammt von einer Ultraschall-Kontrolle in der 28. Schwangerschaftswoche. Quelle: Praxis Gyné am See, Küsnacht ZH.


Ihr Kind und Sie sind symbiotisch verbunden. Haben Sie erhöhten Puls, steigt auch beim Ungeborenen die Herzfrequenz. Gefühle von Glück und Stress empfindet ihr Baby mit Ihnen. Botenstoffe wie das Stresshormon Adrenalin und das Glückshormon Serotonin machen es möglich. Glück und Leid gehören zum Leben, auch das lernt das Kind bereits im Mutterleib.

Grösse und Gewicht

Grösse: 35-36 cm

Gewicht: 1000-1200 g

Kopfdurchmesser: 70-80 mm

Ihr Baby

Alle Sinnesempfindungen sind entwickelt. Das Kind kann beispielsweise Druck wahrnehmen, aber auch Schmerz. Auch hören kann es bereits. Auf zu laute Musik reagiert es zum Beispiel mit heftigen Bewegungen. Und es lernt, Stimmen wieder zu erkennen – am besten natürlich die seiner Mutter, aber auch diejenigen von anderen nahen Menschen, die es regelmässig hört, etwa seinen Vater oder Geschwister. Wenn Sie Freude daran haben, können Sie Ihrem Kind etwas vorsingen. Wenn es sich dabei beruhigt, wird es wahrscheinlich auch nach der Geburt so reagieren.

Ihr Körper

Am Ende dieser Woche ist die Gebärmutter bereits 3 Zentimeter über dem Nabel zu fühlen. Die Lunge hat es zunehmend schwer, Platz zu finden. Beim Treppensteigen, bergauf Laufen und anderen körperlichen Belastungen werden Sie jetzt schnell kurzatmig. Manche Frauen lagern nun viel Flüssigkeit im Gewebe ein. Solche Ödeme sind häufig und in der Regel unbedenklich. Wenn Sie aber schon morgens beim Aufstehen Schwellungen an den Beinen bemerken, sollten Sie Ihren Arzt darauf ansprechen. Kommt es zu Wassereinlagerung in den Armen, so kann es sein, dass die Finger «einschlafen» und ein ständiges Kribbeln stört. Grund ist ein erhöhter Druck durch das angeschwollene Gewebe auf die Nerven, welche durch den Karpaltunnel beim Handgelenksknochen führen. Melden Sie Sich bei Ihrem Arzt, wenn die Symptome immer stärker werden, eine Handgelenksschiene über Nacht bringt häufig Linderung. Auch Lymphdrainage hilft gut, wie eine Studie des Universitätsspitals Zürich zeigte. Nach der Geburt klingen die Symptome in der Regel bald ab.

Denken Sie daran

Bei Neigung zu Flüssigkeitsablagerungen Fingerringe besser nicht mehr an den Fingern tragen – sonst lassen sie sich plötzlich nicht mehr bewegen und müssen aufgeschnitten werden.

So beugen Sie Ödemen vor

• Langes Stehen vermeiden.

• Flache Schuhe und lockere Kleidung tragen.

• Beine möglichst oft hoch lagern.

• Beine kalt abduschen, das zieht die Gefässe zusammen.

• Wadenmuskeln durch viel Bewegung trainieren.

• Stützstrümpfe tragen.

• Salzhaltiges Essen meiden, viel trinken.

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