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Schwangerschaft - Woche für Woche

15. Woche

Titelbild: 15. Woche

Noch ein Mal ohne Kind verreisen? Jetzt wärs ideal.

Falls Sie Ferien planen, bedenken Sie, dass Sie während der Reise alle zwei Stunden eine Pause einlegen sollten, um zumindest die Beine vertreten zu können. Berücksichtigen Sie bei der Planung auch die hygienischen und medizinischen Standards vor Ort. Flugreisen sind bis in die 32. Schwangerschaftswoche machbar, sofern die Schwangerschaft gut verläuft. Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Thrombose-Risiko, speziell bei Flügen, die länger als zwei Stunden dauern, sollten sie unbedingt Stützstrümpfe tragen. Lassen Sie sich diese von Ihrer Ärztin verschreiben, pro Jahr werden 2 Paar durch die Versicherung bezahlt.

Grösse und Gewicht

Grösse (Scheitel-Steiss-Länge): 90-100 mm

Gewicht: ca. 45-80 g

Kopfdurchmesser: 28-37 mm

Ihr Baby

Die Gesichtszüge des Ungeborenen entwickeln sich, das Kind bekommt jetzt ein richtiges Babygesicht. Auf dem Ultraschall können Sie vielleicht sehen, wie es an einem Finger lutscht. Der Such- und Saugreflex hat sich entwickelt, den es spätestens als Neugeborenes braucht.

Vorgeburtliche Tests

Wurde der Zeitpunkt für den Ersttrimstertest zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche verpasst, kann jetzt der AFPplus-Test gemacht werden. Er ist vergleichbar mit dem Ersttrimester-Test. Seine Zuverlässigkeit ist jedoch geringer, weshalb er nur noch selten durchgeführt wird: Er entdeckt 60 - 70 % der Chromosomenanomalien. Wenn medizinisch begründet, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Ihr Körper

Vermutlich kennen Sie mittlerweile alle Toiletten in Ihrer Umgebung… Schwangere müssen ziemlich oft ihre Blase leeren. Die wachsende Gebärmutter, die bis Ende des vierten Monats die Grösse einer stattlichen Grapefruit erreicht, drückt auf Blase und Harnwege. Zu dem häufigen Harndrang gesellen sich leider oft Harnwegsinfektionen. Diese werden gelegentlich nicht als solche wahrgenommen, weshalb bei jeder Kontrolle auch der Urin untersucht wird. Da hormonell bedingt die ableitenden Harnwege weiter gestellt sind und Keime leichter aufsteigen können, ist die Gefahr einer Nierenbeckenentzündung gross, weshalb jede Blasenentzündung behandelt werden sollte. Auch Scheideninfektionen sind nicht selten. Der Grund: Während der Schwangerschaft verändert sich das Scheidenmilieu; es ist mehr Feuchtigkeit vorhanden. Dadurch können Bakterien und Pilze gut gedeihen.

Denken Sie daran

• Nehmen Sie sich in den kommenden Wochen mit Ihrem Partner die Zeit, in aller Ruhe darüber zu sprechen, wie Sie künftig Familien- und Erwerbsarbeit mit Kind aufteilen und teilen wollen. Wollen Sie nach dem Mutterschaftsurlaub Ihr Arbeitspensum beibehalten oder es reduzieren? Hat Ihr Partner den Wunsch und die Möglichkeit, sein Pensum zu reduzieren? Haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis Vorbilder, deren Modell Sie überzeugt? Sprechen Sie auch mit anderen über Vor- und Nachteile geteilter Erwerbs- und Familienarbeit oder der klassischen Rollenteilung. In der Schweiz lebt der Grossteil der Eltern im klassischen Rollenmodell: Der Vater arbeitet Vollzeit, die Mutter in einem kleinen Pensum oder sie ist gar nicht erwerbstätig. Die Erfahrungen von Müttern, die dieses Modell gern leben, lesen Sie hier. Viele Väter möchten sich heute aber nicht mit der Rolle des Abend- und Wochenendpapas zufrieden geben, sondern sich aktiv auch im Alltag einbringen. Porträts von Vätern, die ein solches Modell gewählt haben, finden Sie in diesem Dossier. Der schwedische Fotograf Johan Bävman hat Alltagsmomente von Schweizer Vätern eingefangen, die in der Betreuung ihrer Kinder engagiert sind. Die Bildergalerie finden Sie hier.

• Wird Ihnen beim Aufstehen manchmal schwindlig? Bringt Sie das Treppensteigen ausser Atem? Leiden Sie unter Verstopfung? Diese schwangerschaftstypischen Besonderheiten sind eine Folge der Hormone, die die Muskulatur in Mitleidenschaft ziehen und des Herz-Kreislauf-Systems, welches nun viel mehr leisten muss. Deshalb tun Sie gut daran, sich jeweils genügend Zeit zu nehmen, bevor Sie aufstehen und trinken Sie regelmässig und genug (mindestens 2,5 l pro Tag). Auch häufige Bewegung, möglichst an der frischen Luft, fördert das Wohlbefinden.

• Gegen einen trägen Darm hilft neben Sport und gesunder Ernährung auch Magnesium, das Ihnen Ihr Gynäkologe oder Ihre Gynäkologin verschreiben kann.

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