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Schwangerschaft - Woche für Woche

15. Woche

Titelbild: 15. Woche

Noch sind Sie sehr mobil, wenn Sie also vor der Geburt nochmals ohne Kind verreisen möchten, ist jetzt der ideale Zeitpunkt dafür.

Bedenken Sie bei den Ferienvorbereitungen, dass Sie während der Reise alle zwei Stunden eine Pause einlegen sollten, um zumindest die Beine vertreten zu können. Berücksichtigen Sie auch die hygienischen und medizinischen Standards vor Ort. Flugreisen sind bis in die 32. Schwangerschaftswochen machbar, sofern die Schwangerschaft gut verläuft. Denken Sie daran: Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Thrombose-Risiko, speziell bei Flügen, die länger als zwei Stunden dauern, sollten sie unbedingt Stützstrümpfe tragen. Lassen Sie sich diese von Ihrer Ärztin verschreiben, pro Jahr werden 2 Paar durch die Versicherung bezahlt.

Grösse und Gewicht

Grösse (Scheitel-Steiss-Länge): 90-100 mm

Gewicht: ca. 45-80 g

Kopfdurchmesser: 28-37 mm

Ihr Baby

Die Gesichtszüge des Ungeborenen entwickeln sich, das Kind bekommt jetzt ein richtiges Babygesicht. Auf dem Ultraschall können Sie vielleicht sehen, wie es an einem Finger lutscht. Der Such- und Saugreflex hat sich entwickelt, den es spätestens als Neugeborenes braucht.

Ihr Körper

Vermutlich kennen Sie mittlerweile alle Toiletten in Ihrer Umgebung… Schwangere müssen ziemlich oft ihre Blase leeren. Die wachsende Gebärmutter, die bis Ende des vierten Monats die Grösse einer stattlichen Grapefruit erreicht, drückt auf Blase und Harnwege. Zu dem häufigen Harndrang gesellen sich leider oft Harnwegsinfektionen. Diese werden gelegentlich nicht als solche wahrgenommen, weshalb bei jeder Kontrolle auch der Urin untersucht wird. Da hormonell bedingt die ableitenden Harnwege weiter gestellt sind und Keime leichter aufsteigen können, ist die Gefahr einer Nierenbeckenentzündung gross, weshalb jede Blasenentzündung behandelt werden sollte. Auch Scheideninfektionen sind nicht selten. Der Grund: Während der Schwangerschaft verändert sich das Scheidenmilieu; es ist mehr Feuchtigkeit vorhanden. Dadurch können Bakterien und Pilze gut gedeihen.

Vorgeburtliche Tests

Zwischen der 15. und 17. Woche wird das AFP im Blut gemessen. Ein erhöhter Wert kann ein Zeichen für einen offenen Rücken (spina bifida) sein. Der AFP-plus-Test wird auch Tripletest genannt und ist eine Blutanalyse, mit der das Risiko für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom berechnet wird. Dieser Test ist aber ungenauer als der Erst-Trimester-Test, bei welchem die Nackentransparenz gemessen wird und wird deshalb meist nicht mehr durchgeführt. Informieren Sie sich bei Ihrem Gynäkologen oder Ihrer Gynäkologin.

Denken Sie daran

• Wird Ihnen beim Aufstehen manchmal schwindlig? Leiden Sie unter Verstopfung? Bringt Sie das Treppensteigen ausser Atem? Diese schwanger-schaftstypischen Besonderheiten sind eine Folge der Hormone, die die Muskulatur in Mitleidenschaft ziehen und des Herz-Kreislauf-Systems, welches nun viel mehr leisten muss. Deshalb tun Sie gut daran, sich jeweils genügend Zeit zu nehmen, bevor Sie aufstehen und trinken Sie regelmässig und genug (mindestens 2,5 l pro Tag). Auch häufige Bewegung, möglichst an der frischen Luft, fördert das Wohlbefinden.

• Gegen einen trägen Darm hilft neben Sport und gesunder Ernährung auch Magnesium, das Ihnen Ihr Gynäkologe oder Ihre Gynäkologin verschreiben kann.

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