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Wie viel Vitamin D der Körper braucht

Sonnenenergie

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Vitamin D ist wichtig. Säuglinge erhalten es in Tropfen, später kann es der Körper selbst bilden – wenn man denn genug oft draussen ist.

Rachitisprophylaxe – mit diesem Hinweis erhalten Eltern in der Geburtsklinik ein Rezept für Vitamin D-Tropfen und dazu die Empfehlung, diese dem Säugling ab der ersten Lebenswoche zu geben. Ein Mangel des Vitamins, das über die Muttermilch oder deren Ersatz nur ungenügend aufgenommen wird, kann zu einem tieferen Calciumspiegel im Blut führen und das Knochenwachstum stören. Charakteristische Zeichen einer fortgeschrittenen Rachitis sind Xoder O-Beine, aber auch andere Knochenverformungen sowie Muskelschwäche.

Nun wird vermehrt diskutiert, dass grössere Kinder ebenfalls nicht genügend Vitamin D aufnehmen. Nennenswerte Mengen des Vitamins finden sich nämlich nur in fettem Seefisch wie Lachs oder Hering, in geringen Mengen auch in Eiern oder Milch. Das ist theoretisch kein Problem, denn der Körper kann Vitamin D selbst bilden. Dazu braucht er allerdings Sonne, genauer: UVB-Strahlen. Unsere veränderten Lebensgewohnheiten führen jedoch dazu, dass viele Menschen Vitamin D nur noch ungenügend produzieren. Kinder spielen weniger oft draussen als früher, sind länger in der Schule oder sitzen vor dem Computer. Wenn sie an die frische Luft gehen, werden sie mit Sonnencreme eingerieben. In Deutschland etwa weisen 60 Prozent der Bevölkerung nach internationalen Kriterien eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung auf. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wird Anfang Sommer 2012 einen Bericht veröffentlichen, der aufzeigen soll, wie es um die Vitamin-D-Versorgung der Schweizer Bevölkerung steht.

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