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Eintritt in die Schule

Schulanfang: Jetzt gehts los!

Übung macht den Meister: Mädchen drückt die Schulbank.

Fast jedes Kind fiebert seinem ersten Schultag entgegen. Das kleine «ABC» hilft den Eltern, das grosse Ereignis gut zu meistern.

Gelassenheit

Was hat man nicht schon alles gehört und gelesen über die Schule. Und dann erst über die Lehrpersonen! Wenn sich Eltern vor dem ersten Schultag ihres Kindes mehr fürchten als der zukünftige ABC-Schütze selbst, ist dies nicht weiter erstaunlich. Dennoch: Gelassenheit ist angesagt. Generationen von Kindern haben die Schule unbeschadet überlebt, aus vielen matheresistenten Schülerinnen und Schülern sind erfolgreiche Geschäftsleute geworden und aus Leseverweigerern Politiker oder gar Mister Schweiz. Darum: Alle Karrierepläne im Hinterkopf beiseite schieben und das Kind liebevoll auf seinem Weg in und durch die Schule begleiten.

Vertrauen

Viele Eltern haben Mühe mit der Vorstellung, ihr Kind, das eben noch so verträumt mit dem Daumen im Mund und dem Teddy unterm Arm durchs Leben ging, von nun an den ganzen Tag in einer fremden Umgebung zu wissen. Was, wenn es einmal traurig ist, wenn die Lehrerin mit ihm schimpft oder es ganz allein auf dem Pausenplatz herumsteht? Wer steht ihm dann bei? Immer mit der Ruhe. Das alles wird passieren und wahrscheinlich noch mehr. Aber das gehört zum Grösserwerden. Die Zeit, in der Ihr Kind über jede Hürde gehoben wurde, ist vorbei, und das ist gut so. Denn nur wer ohne das allgegenwärtige Sprungtuch der Eltern Erfahrungen (auch schlechte) macht, lernt, sich zu behaupten, nicht alles so schwer und ernst zu nehmen und sich in der Welt zu behaupten. Ihr Kind schafft das, trauen Sie ihm das zu!

Zuckertüte und Co.

Die vielen deutschen Einwanderer haben den Schweizer Schulanfängern den netten Brauch der Zuckertüte beschert. Früher wurde sie tatsächlich mit jeder Menge Schleckzeug gefüllt, um den Kindern die bittere Pille des Schuleintritts zu versüssen. Unterdessen steckt man in die bunten Tüten eher Dinge, die die Zähne schonen. Es eignen sich Schreibmaterialien, ein Etui, ein besonderer Radiergummi, ein Glücksbringer usw. Weniger passend sind Handy und iPod.

Tagesablauf

Grundsätzlich hilft es den Kindern, wenn der Schulalltag luftig und zuverlässig getaktet ist. Ein grosser Stundenplan – am Anfang vielleicht noch mit Symbölchen statt Schrift versehen – hilft Schulanfängern, die Übersicht zu behalten. Am besten beginnt der Schultag schon am Vorabend, indem Thek und allenfalls auch Turn- oder Schwimmbeutel gepackt werden. Wann die anfänglich wenigen Hausaufgaben gemacht werden sollten, findet man am besten mit dem Kind gemeinsam heraus. Manche brauchen erstmal eine Verschnaufpause nach dem Schultag, andere bringen ihre Pflichten gern möglichst schnell hinter sich.

Freizeit

Die Umstellung zu einer von der Schule vorgegebenen Tagesstruktur ist für einige Kinder ziemlich anstrengend. Zeit zum Spielen, Malen oder Faulenzen sollte deshalb unbedingt bleiben. Befrachten Sie die zwei freien Nachmittage und die Wochenenden nicht zusätzlich mit allzu viel Programm, Kursen und Action. Auch zusätzliches Büffeln und ehrgeizige Bildungsinputs sollen nur auf Wunsch des Kindes stattfinden. Lassen Sie sich von der Umtriebigkeit anderer Eltern nicht verunsichern! Musse muss sein und die Freizeit wirklich frei. Zu viele Kinder leiden bereits in jungen Jahren unter einem Burnout.

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