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Folsäure gegen Fehlbildungen

Folsäure, vor und während der Schwangerschaft eingenommen, kann das Risiko eines «offenen Rückens» und anderer Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalte stark reduzieren. Neue Studien weisen darauf hin, dass die präventive Wirkung von Folsäure noch weiter geht.

Folat ist ein wasserlösliches Vitamin aus der B-Gruppe, das 1941 entdeckt wurde. Wird es künstlich produziert, nennt man es Folsäure. Da unser Körper das Vitamin nicht selber bilden kann, sind wir auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Folat ist essenziell für die Zellfunktion und den reibungslosen Ablauf der Zellteilung. Der tägliche Bedarf liegt bei Erwachsenen bei rund 300 Mikrogramm (das entspricht 150 bis 180 Mikrogramm künstlich hergestellter Folsäure). Bei raschem Wachstum – zum Beispiel in der Frühschwangerschaft – ist Folat besonders wichtig, weshalb Frauen vor und während der Schwangerschaft deutlich mehr Folat benötigen. Da wir im Schnitt mit Lebensmitteln täglich höchstens 200 Mikrogramm Folat aufnehmen, wird Schwangeren geraten, zusätzlich jeden Tag 400 Mikrogramm Folsäure in Tablettenform zu sich zu nehmen. Am besten beginnen sie bereits drei Monate vor einer gewünschten Schwangerschaft mit der Einnahme.

Entwicklungsfehler mit lebenslangen Folgen

Folat ist vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft zentral: In dieser Zeit findet die frühe Nervenentwicklung statt und der Kanal um das empfindliche Rückenmark muss sich schliessen. Wie Studien zeigen, kann ein hoher Folsäurespiegel das Risiko eines Entwicklungsfehlers («offener Rücken» oder in der Fachsprache «Spina bifida») um 30-75 Prozent reduzieren. In der Schweiz kommen jährlich 15 bis 20 Kinder mit einem offenen Rücken zur Welt und müssen unverzüglich nach der Geburt operiert werden. Doch auch bei einer erfolgreichen Operation haben die Kinder meistens lebenslange Probleme mit dem Laufen und der Blasenkontrolle.

Präventive Wirkung geht noch weiter

Neuere Studien lassen nun vermuten, dass die Folsäureeinnahme vor und während der Schwangerschaft noch weitere präventive Wirkung hat: Studien aus den USA und Kanada zeigen einen Zusammenhang zwischen Herzfehlern und dem Folsäurespiegel der Mutter. Demnach wird mittels einer genügenden Folataufnahme über die Nahrung und zusätzlichen Supplementen während der Schwangerschaft das Risiko für einen angeborenen Herzfehler beim Kind stark reduziert.

Auch auf die Gehirnentwicklung des Ungeborenen hat der mütterliche Folatspiegel einen Einfluss: Ein bedarfsgerechter Folsäurelevel scheint das Risiko von Verhaltensstörungen, emotionalen Problemen und Hyperaktivität zu verringern. Auch eine präventive Wirkung bei Autismus ist naheliegend. Lange ging man zwar davon aus, dass Folsäure Autismuserkrankungen fördert. Neuere Studien zeigen jedoch einen U-förmigen Zusammenhang: niedrige bis mittlere Dosen von Folsäure reduzieren das Risiko, zu hohe Dosen begünstigen die Krankheit.

Starke Präventionsleistungen

Hierzulande trägt die Stiftung Folsäure Schweiz dazu bei, die präventive Wirkung von Folsäure bekannt zu machen. Die SWICA Gesundheitsorganisation ist Partner der Stiftung Folsäure und unterstützt SWICA-Versicherte bei ihren Aktivitäten im Bereich Prävention und Gesundheitsvorsorge mit grosszügigen Beiträgen und Leistungen. Für Schwangere und junge Mütter ist das Angebot besonders gross.

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