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Zika-Virus: Tiger-Mücken auch im Tessin gefunden

Illustration Mücke und Konserve

Ein Mückenexperte fordert das Schweizer Bundesamt für Gesundheit auf, eine Meldepflicht einzuführen für Infektionen, die auf das Zika-Virus zurückzuführen sind. In 60 Tessiner Gemeinden wurde die Tiger-Mücke bereits nachgewiesen.

Verantwortlich für die Übertragung des Zika-Virus sind Tiger-Mücken. Laut dem Schweizer Mückenexperten Peter Lüthy hat sich diese Mücke auch im Tessin ausgebreitet. In rund 60 Gemeinden sei sie gefunden worden. Zurzeit prüft die Weltgesundheitsbehörde WHO, einen globalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Lüthy geht davon aus, dass sich durch die vermehrte Reisetätigkeit der Schweizer (unter anderem wegen der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro) auch bald in der Schweiz die Verdachtsfälle häufen könnten, wie er in einem Interview mit «Zentralschweiz am Sonntag» sagt.

Alarm-Stimmung in Mittel- und Südamerika: Das gefährliche Zika-Virus, das besonders für Schwangere bedrohlich ist, breitet sich rasant aus. Das Virus kann zu Missbildungen am Schädel des Ungeborenen führen. Die Kinder sind dadurch häufig geistig behindert und leiden unter neurologischen Störungen, weil das Gehirn unterentwickelt ist, wie «20 Minuten» berichtet. In schweren Fällen sterben sie kurz nach der Geburt oder noch im Mutterleib. Alleine in Brasilien sollen laut jüngsten Angaben bis zu 1,5 Millionen Menschen mit dem Erreger infiziert worden sein.

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