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Schweizerischer Impfplan: Neu ein Pieks weniger

Der neue Impfplan sieht ab März 2019 weniger Impfdosen vor.

Die meisten Eltern vertrauen, wenn es um den Impfplan ihres Neugeborenen geht, auf den Rat ihres Kinderarztes. Heute beinhaltet die übliche Empfehlung der Kinderärzte die Fünffach-Impfung gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Polio und Haemophilus influenzae (etwa Hirnhautentzündung). Der Rhythmus ist mit je einer Dosis im 2., 4., 6. und 15. bis 23. Monat festgelegt. Bis anhin entsprach dieses Vorgehen auch den Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG), das zusammen mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) jedes Jahr den Impfplan aktualisiert. Wie die Aargauer Zeitung berichtet, soll diese Praxis mit dem neuen Impfplan 2019 nun geändert werden: Ab Ende März sollen Schweizer Kinderärzte ihre Empfehlung an das sogenannte «Schwedische Impfmodell» anpassen, welches weniger Impfdosen vorsieht. Nach diesem Impfmodell werden die Säuglinge erstmals mit 3, dann mit 5 und mit 12 Monaten geimpft. Das heisst, es fällt eine Impfdosis weg.

Diese Senkung der Impfdosen ist gemäss Empfehlungen im Impfplan des BAG unproblematisch und ein Kind gilt auch mit drei Dosen als «vollständig geimpft». Bisher wurden keine Beweggründe offiziell von dem BAG, dem EKIF oder dem Berufsverband der Kinderärzte kommuniziert. Mögliche Gründe könnten die Knappheit an Impfstoffen oder neue Erkenntnisse bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit der Impfungen sein. Um die Änderungen und deren Beweggründe vollständig nachvollziehen zu können, muss man sich auf die offizielle Mitteilung des neuen Impfplans 2019 gedulden. Dieser sollte noch im laufenden Monat offiziell vom BAG kommuniziert werden.

Weitere Änderungen des neuen Impfplans können Sie im vollständigen Artikel der Aargauer Zeitung nachlesen.

04.03.2019

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