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Kauf-Hilfe

So finden Sie die perfekte Matratze

Jeder Schlaftyp hat andere Bedürfnisse in Bezug auf die perfekte Schlafunterlage: Tipps, was Sie beim Matratzenkauf beachten sollten.

Eines wissen Sie als Eltern bestimmt: ausreichend Schlaf ist ein wahrer Segen. Schlaflose Nächte gibt es gerade in der Baby- und Kleinkindzeit zuhauf. Damit Sie gemeinsam mit Ihren Kids fit und munter in den Tag starten, ist gesunder Schlaf unabdingbar. Dafür benötigen Sie aber auch die perfekte Unterlage – damit wohlige Träume garantiert sind, sollten Sie beim Matratzenkauf einige wichtige Tipps befolgen. Welche genau, das lesen Sie im Folgenden.

Kennen Sie Ihre Schlafposition?

Jeder Mensch findet auf seine eigene Art und Weise den Weg in den wohlverdienten Schlaf – die einen auf dem Bauch, die anderen auf dem Rücken, manche bevorzugen die Seite und wieder andere sind die ganze Nacht in Bewegung.

Deswegen sind vier Schlaftypen zu unterscheiden: Seitenschläfer, Rückenschläfer, Bauchschläfer und Aktivschläfer. Jeder bewegt sich unterschiedlich viel, was auf der einen Seite für die Lockerung der Bänder und die Entspannung der Muskeln gut ist, aber auf der anderen Seite auch für Verspannungen und Schmerzen sorgen kann.

Wälzen Sie sich oft von der einen Seite auf die andere, um Schmerzen auszugleichen? Dann sollten Sie sich überlegen, ob Sie auf der richtigen Matratze liegen. Das könnte nämlich die Ursache für ein unangenehmes Schlafgefühl sein, denn für jede Schlafposition gibt es die passende Matratze.

Für den Seitenschläfer

Für den Körper am Schonendsten ist die Seitenlage. Für Seitenschläfer sind flexible und elastische Matratzen ideal. Ausserdem sollten Seitenschläfer auf eine gleichmässige Druckverteilung und auf die Einteilung in verschiedene Liegezonen achten.

Auch auf eine Mindesthöhe der Matratze von 18 cm sollte besonderer Wert gelegt werden. Für diesen Schlaftyp eignen sich beispielsweise Kaltschaum-, Viscoschaum- oder Gelschaummatratzen.

Für den Rückenschläfer

Rückenschläfer sind im Vergleich zum Aktivschläfer relativ ruhige Zeitgenossen. Deshalb kann es sein, dass Muskeln und Bänder weniger gelockert und entspannt werden. Die Wirbelsäule und die Bandscheiben brauchen eine perfekte Unterlage, um sich erholen zu können.

Aus diesem Grund sollten Rückenschläfer auf punktelastische Matratzen mit ausgezeichneter Druckentlastung zurückgreifen. Dazu zählen beispielsweise Kaltschaum-, Gelschaum-, Viscoschaum- oder auch Liegezonenmatratzen.

Für den Bauchschläfer

In Bauchlage nimmt die Wirbelsäule keine natürliche Stellung ein, deshalb braucht sie durch eine optimale Matratze Unterstützung. Es sollten keine zu harten und auch keine zu weichen Matratzen zum Einsatz kommen.

Ausserdem muss der Beckenbereich durch eine festere Struktur gestützt werden. Ideal sind Matratzen, die punktelastisch sind und eine hohe Rückstellkraft aufweisen, wie es zum Beispiel bei Taschenfederkern-, Tonnenfederkern- oder Kaltschaummatratzen mit Liegezonen der Fall ist.

Für den Aktivschläfer

Aktivschläfer tun sich schwer eine perfekte Matratze zu finden, denn durch ihr aktives Schlafen vereinen sie die vorher erwähnten Schlaftypen in einem. Deshalb sollten sie flexible, punktelastische Matratzen verwenden.

Diese sollten ausserdem eine hohe Rückstellkraft haben und in ergonomische Zonen eingeteilt sein. Zu empfehlen sind 7-Liegezonen-Matratzen, Kaltschaum-, Taschenfederkern- oder Tonnenfederkernmatratzen.

Was hat es mit den verschiedenen Matratzentypen auf sich?

Kaltschaum, Gelschaum, Viscoschaum, Latex, Federkern und so weiter und so fort. Was bedeuten diese verschiedenen Matratzenbezeichnungen und welcher Matratzentyp ist ideal für Sie? Das erfahren Sie jetzt:

Zonen-Matratzen

Diese Matratzenart ist meist in sieben Zonen eingeteilt: eine für den Kopf, eine für die Schultern, eine für den unteren Rücken, eine für das Becken, eine für die Hüften, eine für die Unterschenkel und eine für die Füsse.

Diese Einteilung passt sich ergonomisch perfekt an den Körper an und entlastet ihn somit. Die Punktelastizität ist ausgezeichnet und ein weiterer Vorteil ist, dass man die Matratze drehen und wenden kann.

Kaltschaummatratzen

Diese Matratze besteht aus aufgeschäumten Polyurethan. Den Liegezonen entsprechend ist das Material mit Einschnitten versehen, sodass Sie wohlig weich bis mittel liegen. Pluspunkte dieser Matratze sind die sehr gute Punktelastizität, eine angenehme Wärmeisolierung, das geringe Gewicht sowie, dass sie sehr hygienisch und daher für Allergiker bestens geeignet ist.

Da es viele verschiedene Modelle in den unterschiedlichsten Preisklassen gibt, sollten Sie, je nach Ihren Bedürfnissen, ein Auge auf Zonenaufbau, Härtegrad und Raumgewicht werfen. Ausserdem sollte dieser Matratzentyp nicht von adipösen Personen genutzt werden.

Latexmatratzen

Eine der natürlichsten Matratzen ist die Latexmatratze. Sie wird aus aufgeschäumten Kautschuk hergestellt. Es gibt auch synthetische Latexmatratzen und Talalay-Latexmatratzen. Zu empfehlen sind Latexmatratzen für Menschen mit Rückenproblemen, da sich das Material perfekt an den Körper anpasst und auch für Allergiker, da diese Matratzenart als äusserst hygienisch gilt.

Zudem ist die Matratze sehr langlebig, ein ausgezeichneter Wärmespeicher, weist eine hohe Punktelastizität auf und besitzt eine optimale Druckverteilung. Allerdings liegt die Anschaffung im höheren Preissegment und die Pflege ist recht intensiv. Abgesehen davon ist die Latexmatratze kein Leichtgewicht.

Gelschaummatratzen

Gelschaummatratzen besitzen oft einen stützenden Kaltschaum- oder Federkern. Das Material ist dichter und fester als Kaltschaum. Sie zeichnen sich durch deine optimale Körperanpassung sowie eine ausgezeichnete Stützwirkung aus.

Sie besitzen eine hohe Rückstellkraft, die ein angenehmes und entspanntes Schlafen in jeder Position garantiert. Ausserdem verfügt die Gelschaummatratze über eine hohe Luftzirkulation und ist besonders langlebig. Nachteil dieser Matratzenart ist: sie ist für Personen mit einem hohen Körpergewicht nicht geeignet!

Viscoschaummatratzen

Das „Gedächtnis“ dieser Matratzenart formt perfekt Ihre Körperkonturen nach. Die Matratze besitzt einen Kaltschaum- oder Federkern. Diese Matratze verleiht Menschen besonders mit Rückenproblemen ein fast schwereloses Liegegefühl.

Zudem wird Körperwärme vom Viscoschaum gespeichert. Für Bauch- und Aktivschläfer ist dieser Matratzentyp eher ungeeignet. Auch Personen, die zu Nachtschweiss neigen, sollten nicht darauf zurückgreifen.

Federkernmatratzen

Im Inneren von Federkernmatratzen befinden sich Drahtfedern – bei Taschenfederkernmatratzen sind diese einzeln in Taschen eingenäht, Tonnenfederkernmatratzen haben bauchige Federn. Die Matratzen sind recht elastisch, haben eine gute Belüftung und eine gute Stützkraft.

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall. Alle Schlaftypen können diese Matratzenart verwenden. Allergiker hingegen können diesen Typ nur mit speziellen Bezug nutzen.

Was Sie beim Kauf beachten sollten

Matratzen haben bestimmte Merkmale, wie beispielsweise Raumgewicht und Härtegrad. Je nach Ihren Bedürfnissen sollten Sie diese Eigenschaften nicht ausser Acht lassen. Das Raumgewicht gibt die Masse des Materials an, das für einen Kubikmeter des Schaumstoffs verwendet wurde. Je höher das Raumgewicht, umso langlebiger, elastischer und stabiler ist die Matratze. Dafür steigt aber natürlich auch das Gesamtgewicht der Matratze.

Der Härtegrad sollte an Körpergewicht und Körpergrösse angepasst sein, damit der Körper optimal liegt. Fünf Härtegrade sind zu unterscheiden. Falls Sie mit einer Allergie zu kämpfen haben, sollten Sie zum einen auf Hinweise wie „Für Allergiker geeignet“ und zum anderen auch auf spezielle Siegel von unabhängigen Instituten wie ÖKO Test oder Stiftung Warentest achten.

Allergikermatratzen sollten ausserdem über eine gute Belüftung verfügen und einen abnehmbaren, waschbaren Bezug haben.

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