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Lernmethoden

Lerntipps für Schüler

Wie merkt man sich etwas? Wie behält man Gelerntes? Wer könnte das besser wissen, als eine Gedächtnisweltmeisterin? Michaela Karsten gibt Tipps, wie Lernen gelingt.

In der Grundschule sollen Kinder plötzlich auf Kommando lernen. Sich Schulstoff merken und sich auf Prüfungen vorbereiten. Wie man das Gedächtnis trainiert, weiss Michaela Karsten. Sie ist dreifache Frauen-Gedächtnisweltmeisterin, Mitglied bei «Mensa» (Verein für Menschen mit einem IQ von über 130), Ärztin und Co-Autorin des Buchs «Erfolgsgedächtnis».

Hier sind ihre Tipps für Schülerinnen und Schüler zum besseren Behalten.

Grundvoraussetzungen fürs Lernen:

♦ Schlaf. Wer nicht genügend geschlafen hat, kann sich nichts merken oder das Gelernte nicht abrufen.

♦ Ordnung am Arbeitsplatz. Chaos lenkt ab.

♦ Ruhe für die Konzentration. Wer lernt, darf nicht gestört werden. Nicht mal von Mama. Schild an die Tür: Bitte nicht stören.

♦ Energie. Leichtes, gesundes Essen, genügend trinken. Das Gehirn verbraucht beim Lernen viel Energie, deshalb braucht es optimalen Brennstoff.

♦ Portionierung. Lernstoff in Häppchen aufteilen. Lernen. Pause. Nach der Pause kurz rekapitulieren, sich oder jemand anderem erklären. Neues Häppchen … Unüberblickbar viel Stoff demotiviert.

Methoden fürs Lernen:

♦ Transformation. Telefonnummern, Vokabeln und Zahleninformationen sind schwer zu lernen, weil sie abstrakt und daher schwer vorstellbar sind. Deshalb, wenn möglich, das Ganze in ein Bild umwandeln. Zum Beispiel in einen Code: 1-4-9-2. Den kann man sich als einzelne Ziffern merken. Besser: 1492, Entdeckung Amerikas. Oder 14 Stufen sind es bis zu meiner Wohnung 92 Jahre ist meine Oma.

♦ Assoziation. Je mehr man weiss, desto praktischer. Das ist so ähnlich wie …, anders als …, erinnert mich an … hilft enorm.

♦ Loci-System. Man merkt sich Fakten, indem man sie gedanklich an bestimmten Plätzen etwa in der Wohnung verstaut. Das muss man allerdings erst ein Weilchen üben, weil es zunächst sehr ungewohnt und – buchstäblich – merk-würdig ist.

♦ Akustik. Die Ohren lernen mit, sozusagen. Reime und Rhythmus helfen beim Merken.

♦ Schlüsselwortmethode. Beispiel Gelotologie. Was ist das? Die Wissenschaft vom Lachen. An was erinnert mich das neue Wort Gelotologie? An Gelato? An Glace in Italien. Wenn man das isst, lächelt man auch meist. Kann als Eselsbrücke helfen.

♦ Pseudo-Logik. Wers versteht, behälts. Und wenn es partout keine Logik gibt? Zimmert man sich seine eigene Pseudo-Logik. Beispiel: Marilyn Monroes Geburts-und Todesjahr. 1926; 1962. Sie war einerseits ein Glamourgirl, andererseits depressiv. Zwei Seiten einer Medaille, wie gespiegelt, wie 26 und 62. Muss ja nur für einen selbst funktionieren…

♦ Eigenschaften zuordnen. Das Namensgedächtnis ist ein einziges Sieb? Dann Merkmale mit dem Namen assoziieren. Sandra, Sand, Sommersprossen (falls bei Sandra vorhanden natürlich!) wie Sandkörner, – so bleibt der Name.

♦ Üben, üben, üben. Ohne gehts halt trotzdem nicht. Die schwierigsten Informationen nochmals nach 20–30 Minuten wiederholen.

➺ Weitere Infos unter: michaela-karsten.com

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