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Kraft

Kinder und ihr Körper

Zu dünn?

Warum Dünn-Sein beim Spielen ein Vorteil sein kann.

Was ich an mir mag:

Mädchen (7): Alles. Dünn finde ich mich jedenfalls nicht.

Der Vorteil, wenn man schmal ist:

Man kann sich überall durchquetschen oder reinquetschen. Das ist prima beim Verstecken spielen.

Was mein Körper kann:

Der kann toll Velo fahren. Und tanzen.

Was ich mag:

Meine Freundinnen, Pferde und Schokolade.

Was ich schön finde:

Meine Freundin Mina ist schön. Die hat ein Auge in Blau und eins mit einem grossen braunen Fleck. Das sieht toll aus. Das hat niemand.

Was ich sage, wenn mich jemand ärgert:

Och, zum Beispiel: «O Tannenbaum, o Tannenbaum, die Oma steckt im Lattenzaun.» Ich lache gern. «Idiot», das Wort kenn ich auch.

Was ich werden will:

Reitlehrerin. Aber dazu muss ich reiten lernen. Ich habe Ballettunterricht. Aber Ballettlehrerin will ich nicht werden

Was ich an anderen Kindern mag:

Wenn sie ganz viele lustige Ideen haben, damit man gut spielen kann.

Wie ich meine Tochter sehe:

Mutter: Als fröhliches, fantasievolles – und dünnes Kind. Aber das waren in unserer Familie alle – bis hin zu meinem Urgrossvater.

Was mich nervt:

Mutter: Kommentare anderer Mütter. Vor allem von denen, die auf Diät sind. Da heisst es schon mal: Gibst du Lou auch genug zu essen? Das ärgert mich. Genauso wie der frühere Kinderarzt, der gefunden hat, ich müsste sie ständig mit Essen verfolgen. Das hat mich erst verunsichert und dann – hab ich den Kinderarzt gewechselt.

Weshalb ich stolz auf sie bin:

Mutter: Weil sie einen ganz eigenen Kopf hat. Neulich hat sie sich die Haare ganz kurz schneiden lassen. Ich hab gefragt: «Hast du keine Angst vor Kommentaren, du sähest aus wie ein Bub?» Sie: «Wie blöd muss man sein, mich für einen Bub zu halten?» Im Schuhgeschäft hat die Verkäuferin mal zu ihr gesagt: «Du läufst aber komisch in den Schuhen.» Darauf sie: «Ich laufe nicht komisch, die Schuhe sind komisch.» Was war ich da stolz!

Was ich tue, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken:

Mutter: Ich war mit meinen roten Haaren und meiner dünnen Figur auch anders als andere und konnte stets sehr gut damit leben. Ich glaube, das hab ich weitervererbt.


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