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Babysitting

Babysitting: Was Eltern wissen sollten

Zeit für sich oder als Paar ist mit kleinen Kindern rar. Babysitter* innen machen kurze Verschnaufpausen möglich. Wir zeigen, wie die Suche gelingt.

Erlaubt die Coronasituation Restaurant-, Kino- oder Theaterbesuch, soll der Ausgang unter Erwachsenen nicht an der fehlenden Kinderbetreuung scheitern. Was Eltern wissen sollten, wenn für den Hütedienst keine Nachbarn, Verwandten oder Bekannten zur Verfügung stehen.

Folgende Themen und Fragen beantworten wir im Artikel. Durch Klicken auf eine entsprechende Zeile im Inhaltsverzeichnis springen Sie direkt im Artikel dorthin.


Was ist eine Babysitterin?

Eine Babysitterin oder ein Babysitter ist keine Nanny. Babysitter* innen hüten Kinder in der Regel abends oder an Wochenenden, um Eltern Freizeit zu ermöglichen. Eine kostengünstige Lösung sind Jugendliche ab 13 oder 14 Jahren, die einen Babysitting-Kurs des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) absolviert haben. Ein weiterer Vorteil: «Jugendliche sind auf Augenhöhe mit den Kindern», wie Dario Scuto sagt, der für die Babysittervermittlung des SRK Basel-Stadt verantwortlich ist.

Wo findet man jemanden fürs Hüten?

Hauptanbieterin ist das SRK, das mit ➺ babysitter.redcross.ch eine Plattform mit nützlichen Informationen geschaffen hat. Die SRK-Vermittlung unterscheidet sich allerdings je nach Kanton. In manchen Kantonen wie Basel-Stadt bringt das SRK Eltern und Babysitter* innen direkt zusammen. Andere Kantone wie Bern, Solothurn oder Graubünden bieten eine Online-Plattform an, auf der sich die Beteiligten registrieren. Wiederum andere, beispielsweise Zürich, führen lediglich die Kurse durch und haben die Vermittlung an Vereine oder Privatpersonen in den Gemeinden ausgelagert. Eine weitere führende, schweizweit aktive Plattform ist ➺ babysitting24.ch.

Wie garantieren die Anbieter Seriosität?

Wer über das SRK vermittelt werden will, muss einen zehn- bis zwölfstündigen Babysitting-Kurs absolvieren und kann sich ohne den dort erhaltenen Nachweis nicht registrieren. Melden sich Minderjährige beispielsweise auf der Plattform im Kanton Bern an, müssen deren Eltern eine Einverständniserklärung abgeben und ihre E-Mail-Adresse hinterlegen. Sie sehen so die Anfragen, die von Hütefamilien eingehen. Bei Babysitting24 müssen Jobsuchende keinen Kursnachweis vorlegen. «Alle Profile und Jobangebote werden jedoch manuell überprüft. Sind sie verdächtig, werden sie gelöscht», sagt Christoph Seitz von Babysitting24. Zudem ist eine kostenlose Verifizierung der Identität möglich. Eltern hingegen könnten sich nur anmelden, wenn sie eine gültige Kreditkarte hinterlegen.

Vor dem ersten Hüten braucht es ein Kennenlerntreffen.

Jemanden zum Babysitten gefunden. Und jetzt?

Hütefamilie und Jobsuchende treffen sich zu einem ersten Gespräch. Minderjährigen empfiehlt das SRK, einen Elternteil mitzunehmen. Bei diesem Treffen merken beide Seiten, ob das Bauchgefühl stimmt und sich ihre Vorstellungen decken. Ausserdem können Regeln wie Pünktlichkeit, das Handhaben von kurzfristigen Absagen, die Entlöhnung, der Heimweg oder der Umgang mit Medien besprochen werden.

Wie hoch ist der Lohn fürs Babysitting?

Das hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Alter und der Erfahrung, dem Wohnkanton oder der Anzahl zu hütender Kinder ab. Das SRK empfiehlt für das Betreuen zweier Kinder folgende Stundenlöhne, die regional jedoch schwanken können:
♦ 13 bis 15 Jahre: Fr. 8.– bis Fr. 10.–
♦ 16 bis 25 Jahre: Fr. 11.– bis Fr. 18.–
Babysitting24 führt auf seiner Website einen Stundenlohnrechner, in dem die oben genannten Faktoren eingegeben werden können.

Braucht die Babysitterin eine Versicherung?

Wenn Minderjährige hüten, stehen deren Eltern in der Pflicht, sich um Unfall- und Haftpflichtversicherung für ihr Kind zu kümmern. Wer zwischen 18 und 25 Jahre alt ist und Kinder hütet, aber weniger als 750 Franken pro Jahr verdient, hat einen sogenannten Sackgeldjob: Die Hütefamilien müssen in diesem Fall keine Sozialbeiträge bezahlen und auch keine Unfall- oder Haftpflichtversicherung abschliessen.

Wie läuft der erste Einsatz ab?

Idealerweise wird ein Probeeinsatz vereinbart. Ob die Eltern dann bereits das Zuhause verlassen oder sich in einem anderen Zimmer aufhalten, muss jede Familie für sich entscheiden.

Beim ersten Mal allein mit den Kindern ist es wichtig, dass Babysitter* innen deren Gewohnheiten kennen, wissen, wo die wichtigsten Dinge sind und eine Telefonnummer für Notfälle sowie einen Wohnungsschlüssel haben.

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