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Schwangerschaft - Woche für Woche

3. Woche

3. Woche

Merkwürdig aber korrekt: Weil man die Schwangerschaftsdauer vom ersten Tag der letzten Menstruation an berechnet, sind Sie zum Zeitpunkt der Zeugung bereits am 1. Tag der 3. Schwangerschaftswoche.

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Die Dauer der Schwangerschaft wird vom ersten Tag der letzten Menstruation an berechnet - der Zeitpunkt der Befruchtung ist damit gleich der 1. Tag der 3. Schwangerschaftswoche. Die eigentliche Dauer der Schwangerschaft beträgt vom Tag der Befruchtung bis zum Tag der Geburt durchschnittlich 266 Tage oder 38 Wochen. Weil Frauenärzte und Hebammen vom ersten Tag der letzten Periode an zählen, also die beiden Wochen vor der Befruchtung mitzählen, sind Sie insgesamt 40 Wochen schwanger. Diese Zählart stammt noch von der Zeit vor der Ultraschall-Ära und erlaubt bei regelmässigem Menstruationszyklus der Frau eine genaue Berechnung der Schwangerschaftsdauer und des erwarteten Geburtstermins.

Ihr Baby / Ihr Körper

24 Stunden nach der Befruchtung passiert die erste Zellteilung. Nicht nur das Geschlecht des Babys ist jetzt entschieden, auch ob Ihr Kind später die grünen Augen des Vaters und den Krauskopf der Mutter haben wird. Die Eizelle ist nun etwa so gross wie der Bruchteil eines Millimeters. Während sie langsam durch den Eileiter wandert, teilt sie sich ständig und wird grösser. Nach drei bis vier Tagen kommt sie in der Gebärmutter an – als kleiner Zellhaufen, auch Morula genannt. Spätestens sieben Tage nach der Befruchtung gräbt sich die Keimblase in die schon darauf vorbereitete Schleimhaut der Gebärmutter ein, erste Verbindungen zu mütterlichen Blutgefässen richten sich ein.

Die Einnistung löst eine Flut von Hormonen aus, die auch verhindern, dass es zu einer Abstossung der Gebärmutterschleimhaut und somit zur Periode kommt. Bei manchen Frauen kommt es allerdings noch zu einer leichten Schmierblutung, die nicht selten für den Beginn der Periode gehalten wird, man nennt sie auch Einnistungsblutung.

Alkohol

Besser nicht. Es wird dringlich empfohlen, auf Alkohol zu verzichten – und zwar während der gesamten Schwangerschaft. Denn auch in den letzten Schwangerschaftswochen tut sich bei der Entwicklung des Ungeborenen ungeheuer viel – und ungeheuer viel kann Schaden nehmen.

Dies zeigen auch die offiziellen Zahlen zum Thema: Jährlich werden in der Schweiz 745 Kinder mit schweren geistigen, körperlichen oder neurologischen Schäden durch Alkohol geboren. Kinder mit FAS, dem Fetalen Alkohol Syndrom. Oft kommen sie mit zu kleinen Köpfen und Augen, flachem Näschen und auffallend dünner Oberlippe zur Welt, mit Sprech- und Hörstörungen, stark verminderter Intelligenz und auffälligem Verhalten. Nur 10 Prozent von ihnen werden jemals ein selbstständiges Leben führen können. Drei- bis viermal so hoch liegt die Zahl derjenigen, die unter alkoholbedingter Konzentrationsschwäche leiden, einem schlechten Gedächtnis, unter Gefühlsausbrüchen, Verhaltensstörungen, Lernschwierigkeiten... Manche Forscher schätzen sogar, dass eins von 100 Kindern aufgrund des «Gläschens in Ehren» Einbussen bei ihren Fähigkeiten haben. Exakte Zahlen gibt es nicht, die Dunkelziffer ist hoch. Fest steht aber: Durch keine Ursache kommen mehr Kinder krank zur Welt als durch Alkohol in der Schwangerschaft. Dies können Sie vermeiden.

Werdende Mütter plagt oft die Angst, das Kind könnte geschädigt worden sein, wenn sie Alkohol getrunken haben, als sie noch nichts von der Schwangerschaft gewusst haben. Die allerersten Tage nach der Befruchtung ist der Embryo noch nicht an den Blutkreislauf der Mutter angeschlossen. Erst wenn diese Verbindung fest ist, kann es Folgen haben, wenn die Mutter Alkohol trinkt. Sprechen Sie mit Ihrer Gynäkologin, Ihrem Gynäkologen darüber.

Mehr zum Thema lesen Sie im Beitrag «Der Fötus trinkt mit», und wie das Leben mit alkoholgeschädigten Kindern ist lesen Sie im Interview mit einer Pflegemutter.

Denken Sie daran

Sollte jetzt eine Röntgenaufnahme nötig sein, machen Sie das medizinische Personal auf eine mögliche Schwangerschaft aufmerksam. Wenn Sie wegen eines Leidens wie zum Beispiel Bluthochdruck ständig Medikamente nehmen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

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