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Kinder im Strassenverkehr

«Warte, lose, luege»

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Fussgängerstreifen sind keine Zauberbrücken, sondern ein Stoppsignal. Also Vorsicht – aber ohne Panik.

Und immer schön den Fussgängerstreifen benutzen! Das hört jedes «Chindsgi»-Kind als Sicherheitstipp für den Strassenverkehr. Nur – wie sicher sind diese? Insgesamt geht zwar die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zurück, und Autofahrer, die nicht am Fussgängerstreifen anhalten, werden mit 140 Franken gebüsst. Dennoch sterben schweizweit jährlich 20 Menschen auf einem der 30 000 Zebrastreifen. Drei Fragen an Daniel Menna, Mediensprecher der Beratungsstelle für Unfallverhütung zu Zebrastreifen und sehr kleinen Fussgängern.

«wir eltern»: Herr Menna, in der letzten Zeit war auffallend häufig von Unfällen auf dem Zebrastreifen zu lesen. Muss man Kinder künftig vor den gelben Strichen warnen?

Daniel Menna: Unsinn. Es gibt keinen Grund, den Rat: «Benutze den Zebrastreifen», abzuändern. Die leichte, wenn auch traurige Zunahme an Fussgängerunfällen hat ausnahmslos jenseits der Zebrastreifen stattgefunden.

Also kein Risiko am Zebrastreifen für Kinder?

Doch. Weil Strassenverkehr immer ein Risiko darstellt und Kinder aufgrund ihrer kognitiven Unreife Gefahren schlecht abschätzen können. Ausserdem ist Kindern und auch Erwachsenen oft nicht klar, dass ein Fussgängerstreifen nichts anderes ist als eine Vortrittsregelung, keine Schutzzone und erst recht keine Sicherheitszauberbrücke, auf die man draufrennen darf. Kinder haben aber oft diesen Eindruck und laufen am Zebrastreifen einfach los.

Was soll man nun als Eltern seinen Kindern beibringen?

Dass sie – Zebrastreifen hin oder her – warten müssen, bis das heranfahrende Auto völlig steht. Und Erwachsenen muss man beibringen, dass Kinder eben gerade bei Fussgängerstreifen schon mal ohne zu schauen auf die Strasse gehen. Der Zebrastreifen ist kein besonders gefährlicher Ort, aber ein besonderer Ort. Alle müssen da besonders aufpassen. Klein und Gross.

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