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Sparen für die Kinder

Mädchen neben ein Sparschwein

Von der Zahnspange bis zur Ausbildung: Kinder kosten ein Vermögen. Ein Fonds-Sparplan hilft dieses zu bilden.

Die Zinsen sind niedrig und das Sparkonto wirft nur wenig Rendite ab. Gerade Eltern, die auf langfristige Ziele wie zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder sparen, können mit Anlagefonds eine höhere Rendite erzielen. Mit einem Fonds-Sparplan profitieren sie von den Gewinnchancen an den Finanzmärkten und behalten weiterhin eine grosse Flexibilität.

Fonds-Sparplan reduziert Risiken

Viele Anleger sind durch die Turbulenzen an den Aktienmärkten verunsichert und schrecken vor Anlagen in Aktien zurück. Dabei bieten sich aktuell günstige Einstiegsmöglichkeiten. Die Konjunkturerholung, die Mitte 2009 begann, wird sich voraussichtlich fortsetzen, auch wenn sie schwächer ausfallen wird als üblich nach tiefen Rezessionen. Die Unternehmen haben ihre Gewinne dieses Jahr deutlich steigern können. Das verleiht den Börsen weiterhin Auftrieb.
Dennoch sind Bedenken bezüglich Aktienmärkte nachvollziehbar – wie die Finanzkrise gezeigt hat. Risiken können beim Fondssparen ausgeglichen werden: Denn dabei werden regelmässig die gleichen Beträge investiert. Sind die Kurse hoch, werden weniger Anteile am Fonds gekauft, sind sie niedrig dafür umso mehr. Das reduziert das Risiko, zu einem schlechten Zeitpunkt zu kaufen, und ergibt einen günstigen Durchschnittspreis.
Beim Fondssparen minimiert sich das Anlagerisiko zusätzlich, weil Anlagefonds nicht in ein einzelnes, sondern gleichzeitig in viele Wertpapiere aus verschiedenen Branchen und Märkten investieren können. Einzelne Aktien zu kaufen wäre für den langfristigen Vermögensaufbau zu riskant. Fonds haben eine wesentlich bessere Risikoverteilung. Gleichzeitig orientiert sich ein Sparplan naturgemäss an einem langfristigen Zeithorizont, was eine ideale Grundlage für Wertschriftenanlagen darstellt.

Flexibles Spartempo

Für viele Familien ist es wichtig, dass sie durch eine Investition ihre Flexibilität nicht verlieren, schliesslich kann sich die finanzielle Situation im Laufe der Jahre verändern. Beim Fondssparen ist der Anleger – im Gegensatz zum Beispiel zu Lebensversicherungen – bei der Wahl der Höhe des Einzahlungsbetrags frei und kann diesen auch spontan ändern. Die Fondsanteile lassen sich ausserdem jederzeit verkaufen. Mit einer monatlichen Einzahlung ab 50 Franken kann systematisch ein Vermögen aufgebaut werden. Anleger gehen dabei keine Verpflichtung ein und können die Einzahlungen jederzeit unterbrechen oder ganz einstellen, ohne Konsequenzen. Regelmässige Investitionen sind monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich möglich.

Nachhaltig investieren

Wer Aktien momentan zu riskant findet, muss dennoch nicht auf das Fondssparen verzichten. Neben Aktienfonds steht eine grosse Auswahl an Geldmarkt-, Obligationen- oder Anlagezielfonds zur Verfügung. So kann die Anlage mit dem passenden Risiko-Ertragsverhältnis für die eigenen Wünsche gewählt werden. Eltern mit einem langfristigen Anlagehorizont sollten auch nachhaltige Fonds in Betracht ziehen. Diese legen Wert darauf, dass nur in Unternehmen investiert wird, deren Geschäftsmodelle auch langfristig Bestand haben.
Bei der Auswahl eines Fonds-Sparplans sollte auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden. Für die Käufe von Anlagefonds beispielsweise über den Raiffeisen Fonds-Sparplan kommen verbilligte Tarife für Courtage und Depotgebühren zur Anwendung. Ausserdem entfallen für diese Käufe die sonst üblichen Minimum-Gebühren. So sind auch Investitionen mit kleinen Beträgen attraktiv.
Jeannette Weiss, Finanzberaterin bei Raiffeisen Schweiz

publiziert 2010

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