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Ein Kind langweilt sich im Restaurant

Auswärts essen

Mit Kindern ins Restaurant

Sie rennen, nörgeln, kleckern statt stillzusitzen – der Restaurantbesuch mit Kids ist kein Zuckerschlecken. So vermeiden Eltern Stress am Gastrotisch.

Ein Restaurantbesuch mit Kindern wird für Eltern oft zum Spiessrutenlauf. Dann nämlich, wenn das Kleinkind beginnt, mit dem Teller Frisbee zu spielen, oder die Grösseren schlichtweg zu laut werden. Und man spätestens dann die genervten Blicke der anderen Gäste im Nacken spürt.

Als Familie ins Restaurant

Nicht verwunderlich, dass manche Eltern Restaurantbesuche meiden. Doch manchmal gehts halt nicht anders. Wegen einer Einladung zu einem Familienanlass, weil man sich in den Ferien trotzdem mal was gönnen will oder aufs Kochen verzichten möchte. Oder weil man einfach Lust auf Auswärtsessen hat.

Mit den richtigen Vorkehrungen kann der Restaurantbesuch zum Kinderspiel werden: «Sehr viele Restaurants und Hotels stellen sich ausdrücklich auf die Wünsche und Erwartungen von Kindern und Familien ein», erläutert Casimir Platzer, Präsident vom Verband für Hotellerie und Restauration Gastro Suisse. «Kinder sind die Zukunft: Sie sind die Gäste von morgen und unser Berufsnachwuchs.»

Kinderfreundliches Restaurant

Um entspannt essen zu gehen, ist es sinnvoll, schon vorher das richtige Restaurant auszusuchen. Klar gibt es – vor allem in Städten – Gourmettempel, in denen Kinder nicht gerne gesehen werden oder schlichtweg keinen Zutritt haben. Doch in den meisten Restaurants sind Kinder willkommene Gäste.

«Viele Betriebe kommunizieren, beispielsweise auf ihrer Website, im eigenen Interesse ihre kindgerechten Angebote», sagt Casimir Platzer. Kinderkarte, Malbücher, Hochstuhl und manchmal auch eine Spielecke sind in vielen Lokalen eine Selbstverständlichkeit. Ein vorgängiger Anruf oder Blick auf die Homepage bringen Klarheit.

Tipps für den Restaurantbesuch mit Kind

Zu Hause soll man das Kind ruhig auf den Restaurantbesuch vorbereiten: Wo gehen wir hin? Was machen wir dort? Wie soll es sich verhalten?

Eine kleine Motivation oder gar eine Bestechung (ein Handyspiel bei langen Wartezeiten) ist durchaus erlaubt. Vor dem grossen Gästeandrang essen zu gehen und sich einen Tisch mit Sicht auf die Spielecke oder den Spielplatz geben zu lassen, macht es für alle einfacher.

In vielen Restaurants werden die Kindermenüs zuerst oder mit der Vorspeise der Erwachsenen serviert. Bei einem Buffet empfiehlt es sich, erst den Kinderteller zu füllen und erst danach selber zu essen.

Wichtig für Eltern ist, vor allem mit einer grossen Portion Gelassenheit ins Restaurant zu gehen. Klar, Kinder kleckern auch mal oder verschütten ein Glas Wasser. Folgen dann schon die Blicke genervter Tischnachbarn, darf man diese getrost ignorieren.

Kindern im Restaurant Grenzen setzen

Falls die kleinen Gourmets jedoch wirklich zu lauten Quälgeistern werden, sollten Eltern ruhig, aber konsequent reagieren und ihren Kindern klar vermitteln, was man von ihnen erwartet. Und notfalls eine kleine Verschnaufpause draussen einlegen. «Ob Gross oder Klein: Wirte setzen alles daran, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist dabei ein wichtiges Gebot», erklärt Casimir Platzer.

Kinder dürfen lernen, dass man Regeln einhalten und auf andere Rücksicht nehmen sollte, aber trotzdem noch «Kind» bleiben darf. Dann werden Restaurantbesuche zu einer willkommenen Abwechslung und einer tollen Erfahrung für die ganze Familie.

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