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Hoch sollen sie sitzen: Kinderhochstuhlsitze im Vergleich

Kleinkind sitzt im Hochstuhl und isst mit Löffel

Kippen sollten sie auf keinen Fall, hübsch aussehen dagegen schon, und mitwachsen wäre sinnvoll. Einen passenden Hochstuhl zu finden, gleicht einem Dschungeltrip. Ein paar Tipps.

Kannst du mir bitte das Fleisch in Stücke schneiden, Schaaatz!» – Kennen Sie das? Genau, das sind Tischszenen einer Familie mit Baby, bevor es sitzen kann. In dieser Phase wird das Essritual jeweils zur nervigen Tortur. Drum ist der Tag, an dem der Zwerg endlich selber am Esstisch Platz nimmt ein durchaus freudiger Tag. Und bringt Entspannung auf beiden Seiten: Die Knirpse können mit dem Runterwerfspiel beginnen, mit dem Löffel genüsslich auf den Tisch trommeln und gemütlich an einer Brotrinde saugen, während die Elternschaft endlich Mal wieder gemeinsam – wenn auch nicht gerade in Ruhe – dinieren kann.

Doch auf welchem Hochstuhl soll das Baby denn nun Platz nehmen? Um diesbezüglich eine Entscheidung zu treffen, sollte man sich vor einem Kauf folgende vier Dinge überlegen:

1. Mobilität

Wer eine Ferienwohnung hat, gerne ab und zu Mal in Restaurants speist oder das Baby hin und wieder Mal bei den Grosseltern übernachten lässt, ist gut beraten, sich für einen Tischsitz zu entscheiden. Allerdings sollte man bedenken, dass diese Art von Hochstuhl meist nur bis zu einem Kindsgewicht von 15 Kilogramm zum Einsatz kommt – also bis zu einem Alter von etwa 2 bis 3 Jahren.

2. Platzverhältnisse

Wer keinen Platz zu verschenken hat, sollte einen zusammenklappbaren Hochstuhl in Erwägung ziehen. Diese gibt es mittlerweile von diversen Herstellern zu kaufen. In der Regel sind solche klappbaren Sitzgelegenheiten trotzdem äusserst stabil und teilweise auch mit einer Hängevorrichtung für die Wand versehen.

3. Mitwachseffekt

Viele Hochstuhl-Anbieter werben mit dem sogenannten Mitwachseffekt – was grundsätzlich eine feine Sache ist. Allerdings stossen alle Hochstühle irgendwann an ihre Grenzen. Ein Stuhl also, der das Baby bis zum Teeniealter begleitet, muss erst noch erfunden werden. Mittlerweile gibt es aber einige Modelle, die zumindest während den ersten Schuljahren praktischerweise als Pultstuhl Verwendung finden.

4. Handhabung und Sicherheit

So ein Baby wird täglich mehrmals in einen Hochsitz rein- und rausbefördert. Die Sitzfläche sollte also nicht allzu klein sein, sodass die Knirpse nur unter Gebrüll reingesetzt werden können, aber auch nicht zu grosszügig bemessen, damit sie nicht Reissaus nehmen. Die Standfestigkeit der Sitze ist ebenfalls zentral und kann am besten direkt im Laden getestet werden. Eines sollte man aber selbst nach Überprüfung aller Sicherheitsaspekte nicht vergessen: Ein Baby lässt man nie, nie, nie unbeaufsichtigt in seinem Hochstühlchen sitzen!

Fünf Hochstühle haben wir uns genauer angeschaut:

  • Der Styler

    Der Styler

    Tower Chair

    Entworfen vom dänischen Architektur- und Designbüro BudtzBendix punktet der Tower Chair mit schlichtem Auftreten. Pluspunkte: Anpassbare Sitztiefe, schon kleinste Kinder sind sicher gestützt, grössere haben gut Platz. Ganz ohne Einsätze oder teures Zubehör. Leicht zusammenklappbar, dank Wandhalter platzsparend verstaubar. Mitwachseffekt: Ja. Durch einfache Verstellmechanismen für Kinder bis 6 Jahre. Nachteil: Der Tower Chair ist ziemlich «breitbeinig». Preis: 380 Fr., www.kinderjahreshop.ch; www.towerchair.com

  • Die Ikone

    Tripp Trapp

    Eine Designikone ist der Tripp Trapp von Stokke seit den Siebzigern. Schön, die immer wieder neuen Farben Pluspunkte: Unglaublich standfest und kaum kippbar. Für kleinere Babys brauchts aber das optionale Babyset, das leider extra kostet. Mitwachseffekt: Klar! Der Tripp Trapp ist der Mitwachs-Vorreiter schlechthin. Nachteil: Aufwendige und komplizierte Montage. Preis: 189 Fr., im Fachhandel, www.stokke.com

    Die Ikone
  • Der Überraschende

    Der Überraschende

    BLÅMES

    BLÅMES von Ikea überzeugt designtechnisch und funktional. Pluspunkte: Schonung fürs Familienbudget! 69.95 Fr. inkl. Tablett und Sitzgurt. Mitwachseffekt: Nein. Zwar ist BLÅMES später tolle Sitzgelegenheit, doch ab 4 Jahren ist Schluss. Nachteil: Die Sitzfläche ist zu gross. Trotz Sitzgurt baumeln die Knirpse irgendwie in den Seilen und ältere Kinder können zu easy aufstehen. Preis: 69.95 Fr., www.ikea.com

  • Der Mobile

    Fast

    Der Tischsitz des italienischen Herstellers Inglesina macht an jeder Tischkante eine gute Gattung. Pluspunkte: Für unternehmungslustige Eltern ein absolutes Must! Der Bezug ist abnehm- und maschinenwaschbar, Zusatzfach für Breilöffelchen und Lätzli. Mitwachseffekt: Nein. Mobile Sitze sind in der Regel nur für Kinder bis 15 Kilo verwendbar. Nachteil: Leider kein besonders langfristiges Produkt – siehe «Mitwachseffekt». Preis: 94.45 Fr. zum Beispiel über www.windeln.ch; www.inglesina.com

    Der Mobile
  • Der Schlanke

    Der Schlanke

    Supaflat

    Der Platzsparer aus Österreich. 2014 ausgezeichnet mit dem Red Dot Design Preis. Pluspunkte: Der Supaflat lässt sich flugs auf- und abbauen, superflache Form (4 cm Tiefe zusammengeklappt). Toll für Miniwohungsbewohner. Mitwachseffekt: Nein. Nachteil: Leider keine allzu hohe Verwendungsdauer – ist der Knirps zirka 2 Jahre alt, hat sichs ausgesessen. Preis: ab 219 Fr. (je nach Modell) z.B. über www.baby-rose.ch; www.supaflat.com

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