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Gesund essen mit Teenies

Teenager und Junkfood

Wie spreche ich mit einem Teenager über gesundes Essen, ohne dass er mir davonläuft?

Ich weiss nicht, wie es bei euch ist, aber der Sommer ist für uns immer ein Kampf um das Thema Essen. Die Badi, fremde Länder, Faulheit, Langeweile sind ein paar der Gründe, wieso wir während der Sommerferien zu ungesundem Essen verleitet werden. Der Teenager schwirrt auch noch viel mit Freunden rum und ich sehe nur an den rumfliegenden Papierli, was das alles vertilgt wurde. Gesund sieht das nicht aus.

Ein Glacé hier, der Burger da und sowieso hat kein Mensch Lust zu kochen, also gibt es schon wieder ein Sandwich! Durst? Noch ein Süssgetränk, schliesslich hat die Freundin auch eins gekriegt. Und Ende Sommer schwabbeln wir alle frisch fröhlich vor uns hin. So toll ich den Spruch «Willst du einen Bikini-Body? Zieh einfach einen Bikini an. Fertig!» finde, so wenig fühle ich mich nach fünf Wochen Sommer danach, meinen Body irgendwem zu zeigen, geschweige denn in einen Bikini zu zwängen.

Das bin ich. Erwachsen und selber dafür verantwortlich, was ich in mich hineinstopfe. Aber die ganzen Diskussionen mit den Kindern: «Darf ich noch ein Glacé?», «Ich habe Hunger!» (und das zehn Minuten, nachdem wir vom Tisch aufgestanden sind. «Schon wieder Poulet und Salat?» sind nervenaufreibend und führen oft zu nichts. Wie also bringe ich meine Kids dazu, sich gesund zu ernähren?

In diversen Gesprächen mit Müttern – von denen einige im Food-Business arbeiten – habe ich mir folgendes zusammengestellt, um den Sommer gesund zu überstehen:

  • Der Null-Summen-Ansatz: Es braucht von allem etwas. Natürlich spendet ein Snickers Energie, aber eben auch Fett und Zucker, der erstmal überflüssig ist in diesen Mengen. Unser Körper braucht auch Vitamine, Minerale und so vieles mehr. Sich von Convenience-Food zu ernähren ist sehr einseitig und träge. So ungefähr. Was bei Teenagern gut funktioniert: Zu viel Fertig-Food gibt Pickel. Bam!
  • Der «Für-sich-selbst-sorgen»-Ansatz: Für kleinere Kinder sind klar die Eltern Vorbild. Aber bei Teenagern, die viel unterwegs sind, haben wir schlicht nicht mehr so viel Einfluss. Die Horrorvorstellung einer Mutter: Ein magersüchtiger oder stark übergewichtiger Teenager! Ernährungsberater raten dann jeweils: Nur essen, wenn man Hunger hat. (Auch wenn es Phasen gibt, in denen Teenies IMMER Hunger haben). Und den Kids begreiflich machen, dass sie Ernährung als Teamwork mit ihrem Körper verstehen sollen. Dass zu viel, zu wenig oder ungesund essen dem Körper eigentlich den Kampf ansagt. Was gewiss funktioniert: Darauf pochen, wie trendig gesundes Essen ist.
  • Der Klima-Ansatz: Gerade bei Kindern, die anfangen, sich Gedanken zu ihrer Umwelt und ihrem ökologischen Fussabdruck zu machen, zieht das Argument: Junkfood ist schlecht für den Planeten! Schaut euch zusammen Dokus an (bspw. «That Sugar Film» von Damien Gameau oder ähnliche), so seid nicht ihr die Spassbremsen, aber Menschen, die sich intensiv damit beschäftigt haben und als Vorbilder gelten.

DON’Ts:

Worum ich euch jedoch inständig bitte: Bitte, vergleicht euer Kind NICHT mit übergewichtigen Menschen. «Wenn du das isst, wirst du so dick wie...». Hatten wir alles auch schon im Bekanntenkreis und im Hinblick auf die vermeintliche Wichtigkeit des Aussehens eines Teenagers sicherlich.

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