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Elternsolidarität

Regenbogenflagge

Schwulen und Lesben wird immer noch ihr Recht auf Adoption vorenthalten. Warum regt das Eltern eigentlich nicht mehr auf?!

Dieser Tage ist wieder viel von der Ehe für Alle die Rede. Gut so, es ist auch höchste Zeit. Mit Finnland zieht das nächste Land bezüglich der vollständigen rechtlichen Gleichstellung von Schwulen und Lesben an Deutschland, Österreich und der Schweiz vorbei. Und ja: Das beinhaltet ausdrücklich das Recht auf Adoption. Denn egal welche verbrämten und verschwurbelten Formulierungen man findet – es geht dabei niemals, wirklich niemals um das Kindeswohl. Stattdessen enthält man Menschen ihre Bürgerrechte vor, die sich zwangsläufig (im Gegensatz zu vielen heterosexuellen Paaren) viele Gedanken um die Frage nach Nachwuchs machen und in einem Adoptionsprozess belegen müssten, dass sie der Aufgabe gewachsen sind. Es gibt diverse Studien, die belegen, dass Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut oder schlecht aufwachsen wie Kinder in klassischen Konstellationen. Homosexuelle Eltern sind eben auch nur Eltern.

Stellt sich also die Frage, warum sie in dieser Sache nicht mehr Solidarität erfahren. Von uns anderen Eltern. Das müsste doch eigentlich selbstverständlich sein. Da werden mitten unter uns Leute mit Kinderwunsch wie Menschen zweiter Klasse behandelt und Leute mit Kindern scheint das nicht sonderlich zu interessieren. Der Satz funktioniert übrigens auch, wenn man «Leute mit Kinderwunsch» durch «Alleinerziehende» ersetzt. Was läuft da schief? Haben wir alle zu viel zu tun? Ist es uns eher egal und wir setzen darauf, dass sich das irgendwie von selbst erledigt? Oder haben wir tatsächlich Vorbehalte? Wenn ja, wogegen? Rechte sind in diesem Zusammenhang nichts, was man abtreten müsste. Es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen. Im Zweifelsfall verstärken Eltern damit nur die eigenen Reihen, wenn es darum geht, für Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gesellschaftliche Anerkennung zu streiten. Man müsste nur endlich mal Nägel mit Köpfen machen.

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