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Psychologie

Papa ist schwer krank

Kind umarmt Vater

Wann muss ich meinem Kind etwas sagen?

«Ist jemand aus der Kernfamilie schwer krank, muss das Kind miteinbezogen werden», sagt Psychologin Lara Gmür-Mindell. Beim entfernten Onkel gilt dies also nicht im gleichen Masse wie beim Vater. «Mit dem Kind reden sollte man auch, weil einen selbst die Situation betroffen macht – denn Kinder merken, wenn etwas nicht stimmt.» Die Frage lautet deshalb nicht «Muss ich es meinem Kind sagen?», sondern «Wie kann ich ihm helfen, die Situation zu verstehen und zu verkraften?».

Wie rede ich über eine schwere Krankheit?

Zunächst sollte sich der Erwachsene selbst über seine Gefühle klar werden und sich fragen: Was kann ich erklären? «Denn was ich ausstrahle, ist zentral», so Gmür-Mindell. Auch Alter und Temperament des Kindes spielen eine Rolle – manche fragen sehr viel, manche sind zurückhaltender und kommen erst später mit ihren Fragen. «Generell sollte man versuchen, dem Kind die Situation in kurzen, altersgerechten Sätzen zu erklären und erst auf Nachfragen detaillierter werden. Nur Zeitnahes erzählen, nichts was noch in der Ferne liegt und nicht zu viel Realismus reinbringen, wie etwa ‹am Ende wird er grosse Schmerzen haben›. Das löst nur Ängste aus.»


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