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Schulstart

23 Fakten zur Einschulung

Verstohlen wischen sich manche Eltern die Tränen weg, wenn sie ihr Kind erstmals im Kindergartenkreis oder im Schulzimmer sitzen sehen. Gegen Gefühle zum Schulstart ist nichts einzuwenden. Hier zum Ausgleich aber ein paar ganz nüchterne Fakten.

  • 4 Jahre und 10 Tage alt sind die jüngsten Kinder, die 2020 ab 10. August in die obligatorische Schulzeit starten.

  • Mit Nuggi in den Kindergarten? Das ist unerwünscht. Erwartet wird, dass sich das Kind den ganzen Vormittag von seiner Bezugsperson trennen kann und sich ohne diese in der Gruppe wohlfühlt.

  • Fünf bis zehn Minuten am Stück sollen Kindergartenkinder stillsitzen, zuhören oder zuschauen können.

  • Bis in die 1980er-Jahre war schulreif, wer mit der linken Hand über den Kopf das rechte Ohr erreichen konnte.

  • Mit vier Jahren ist noch nicht jedes Kind trocken. Doch «kindergartenfähig» bedeutet: Das Kind braucht tagsüber keine Windeln und kann selbstständig zur Toilette gehen.

  • Manche Menschen erinnern sich ein Lebenlang, welche Kleider sie am ersten Schultag getragen haben. Ein Beispiel? Gelbes T-Shirt, grüner Jupe mit farbigen Punkten, gelbe Kniesocken.

  • Mit vier Jahren schlafen Kinder nachts durchschnittlich etwas mehr als 11,5 Stunden. Sind sie morgens um 7 Uhr wach, sollten sie um 19.30 Uhr einschlummern. Manche Vierjährige schlafen aber nur gut 9 Stunden, Schlafmützen dafür deutlich mehr als 12,5 Stunden. Mit sechs Jahren ist der Schlafbedarf auf unter 11 Stunden gesunken.

  • Die meisten Kantone haben in den vergangenen Jahren den Stichtag für das Eintrittsalter in den Kindergarten stufenweise auf den 31. Juli verschoben. Damit ist das Durchschnittsalter der Kinder an ihrem ersten Kindergartentag um drei Monate gesunken.

  • Einige Kantone machen die tiefere Altersgrenze für die Einschulung gerade wieder rückgängig: Nidwalden verschiebt den Stichtag im Schuljahr 2020/21 vom 30. Juni auf den 30. April, im Schuljahr 2021/22 auf den 28./29. Februar. Der Grund: Jüngere Kinder brauchen mehr Hilfe und Unterstützung. Das überfordert auch die Lehrpersonen.

  • Eine höhere Altersgrenze als die übrigen Kantone haben neben Nidwalden, Appenzell AR, Appenzell AI, Graubünden, Zug und bald auch Schwyz.

  • In einigen wenigen deutschsprachigen Kantonen ist der Besuch des Kindergartens nicht oder nur für ein Jahr obligatorisch, zum Beispiel in beiden Appenzeller Halbkantonen.

  • Die Schulpflicht dauert heute 11 Jahre. Nämlich 8 Jahre auf der Primarstufe, inklusive 2 Jahre Kindergarten, sowie 3 Jahre auf der Sekundarstufe.

  • 12,1 Prozent der Kinder im Kanton Solothurn sind im Schuljahr 2019/20 später ins erste Jahr des Kindergartens eingeschult worden. Im Schuljahr 2012/13 waren es noch 2 Prozent.

  • Für eine spätere Einschulung in den Kindergarten muss eine ärztliche Einschätzung vorliegen sowie ein Gesuch an die Kreisschulbehörde gestellt werden.

  • Aufgepasst: Erst im Alter von 8 Jahren können Kinder die Entfernung und das Tempo eines herannahenden Autos richtig einschätzen.

  • Logisch: Je weniger ein Kind wiegt, desto leichter sollte sein Schulthek sein. Gesunde Kinder können als Tragegewicht bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichts schultern.

  • Für Zungenwetzer wie Fischers Fritz fischt frische Fische ist es zu Kindergartenbeginn noch etwas zu früh. Schwierige Artikulationsmuster mit g,k,s und sch erwerben Kinder nämlich nicht vor dem fünften Lebensjahr. Noch im frühen Schulalter lassen sie manche Laute auch aus oder ersetzen beispielsweise r durch l.

  • Der Besuch der öffentlichen obligatorischen Schule ist für alle Kinder unentgeltlich. 95 % der Kinder besuchen öffentliche Einrichtungen. Die Schulpflicht gilt auch für Kinder ohne geregelten Aufenthaltsstatus.

  • Schulthektragen ist besser als sein Ruf und Training für Muskulatur und Knochen. Rückenprobleme entstehen nämlich eher durch zu wenig Bewegung und eine schlechte Haltung als durch ein Gewicht am Rücken.

  • Jedes Kind wächst und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Zwischen drei und fünf Jahren sind die Unterschiede enorm und können bei gleichaltrigen Volksschulkindern bis zu einem Jahr betragen.

  • 4-Jährige sollen sich über den Tag verteilt 180 Minuten lang bewegen, davon 60 Minuten lang so, dass sie immer wieder mal aus der Puste kommen. Es darf natürlich auch mehr sein!

  • Manche Eltern fahren ihre Kinder aus Sicherheitsgründen mit dem Auto in die Schule– und gefährden rund um die Schulhäuser Kids, die zu Fuss unterwegs sind. Nachdem beim Schulhaus Sonnmatt in Oftringen (AG) eine Schülerin und zwei Schüler von Elterntaxis angefahren worden waren, verfügte die Gemeinde auf der Zufahrtsstrasse Ahornweg ein Fahrverbot für Elterntaxis.

  • Mit vier Jahren können die meisten Kinder mit beiden Beinen hochspringen. Auch Velofahren ohne Stützräder klappt bald. Mit fünf Jahren schaffen sie den Purzelbaum, die Rolle rückwärts und hüpfen längere Zeit auf einem Bein.

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