Wie Babys durchschlafen
Viele Eltern reagieren verunsichert, wenn es um den Schlaf ihres Babys geht. Sollte es mit drei Monaten nicht durchschlafen? Oder zumindest mit sechs oder doch erst mit neun Monaten? Was sollen Eltern tun, wenn ihr Baby noch immer nicht ohne Hilfe einschlafen kann? Sollen Eltern ihr Kind schreien lassen, bis es einschläft?
Diese Fragen können Eltern viele Sorgen und schlaflose Nächte bereiten. Der Schweizerische Hebammenverband weiss jedoch, dass es entwicklungsmässig normal ist, wenn Babys nachts erwachen. Mit Pampers und den LeserInnen von wireltern.ch teilt der Verband seine wertvollen Erfahrungen und verrät einige Tipps für einen erholsamen und langen Babys Schlaf.Es gibt keinen magischen Durchschlaf-Moment
Es ist durchaus möglich, dass Kinder, die bereits durchgeschlafen haben, wieder jede Nacht erwachen. Neben Zahnen oder Krankheiten kann das auch andere Gründe haben: Während der Nacht findet die Verarbeitung der Erlebnisse vom Tag statt. Das Baby verarbeitet viele Entwicklungsschritte wie das Erlernen des Krabbelns oder Gehens und das kann zum häufigeren Aufwachen führen.
Das Durchschlafalter unterscheidet sich von Baby zu Baby. Es gibt daher auch keinen «magischen Moment», ab dem ein Kind durchschläft. Man nimmt heute an, dass diese Unterschiede mit dem unterschiedlichen Zeitpunkt zu tun haben, an dem die schlafregulierenden Gehirnzentren reif genug sind.
Sanfte Einschlaftechniken sind am besten
Durch eine «sanfte» Unterstützung der Eltern, wie etwa durch Wiegen oder Streicheln, kann das Baby besser in den Schlaf finden. Wird ein Baby hingegen von seinen Eltern alleine gelassen, wenn es noch wach ist, meldet sich oft ein primitiver Überlebensmechanismus und es beginnt zu weinen und nach der Sicherheit seiner Eltern zu schreien. Bei einer solchen nicht-sanften Einschlafmethode durchläuft das Kind drei Phasen: Zuerst protestiert es, dass es allein gelassen wird, dann gibt es die Hoffnung auf, dass seine Eltern je wieder zurückkommen, und schliesslich gibt es auf.
Deshalb braucht das Baby verständnisvolle und geduldige Eltern, um zu einem guten Schlaf zu finden. Zusammengefasst fördern folgende Punkte aus Sicht des Schweizerischen Hebammenverbandes den erholsamen und langen Schlaf von Babys:
- Sanfte Einschlaftechniken unterstützen den Übergang von Wachsein zum Schlafen. Das kann mit Hilfe von Wiegen, Streicheln, Füttern oder Tätscheln am Rücken sein.
- Das Baby darf nicht sich selber überlassen werden. Das bringt es in einen extremen Stress-Zustand, denn es versteht noch nicht, dass es von seinen Eltern nicht für immer alleine gelassen wird. Dieser Zustand kann potenziell schädlich sein und die Kindsentwicklung stören. Deshalb ist auch von Schlaf-Trainings abzuraten.
- Ein Baby ist darauf angewiesen, dass es von seinen Eltern bei der Entwicklung seiner emotionellen Fähigkeiten, wie dem Regulieren seiner Gefühle, der Reaktion auf Stress oder der Pflege von guten Beziehungen zu anderen Menschen, unterstützt wird. Ein Kind kann sein Gehirn oder seine emotionellen Fähigkeiten nicht allein entwickeln – das ist ein gemeinsames Projekt von Kind und Eltern.

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