Die Entwicklung von Babys Schlaf in den ersten Monaten
Eine Nacht lang durchschlafen – das ist der Wunsch vieler Eltern. Denn die Kleinen finden nachts oft nicht in den wertvollen Schlaf oder wachen mehrmals auf. Untersuchungen zeigen, dass nur 15 Prozent der zweimonatigen und nur 33 Prozent der neunmonatigen Babys wirklich durchschlafen können. In diesem Beitrag hat der Schweizerische Hebammenverband für Pampers und die LeserInnen von wireltern.ch seine Erfahrungen zur Entwicklung von Babys Schlaf zusammengefasst.
Babys Schlaf in den ersten Wochen
Ab der 36. Schwangerschaftswoche beginnt der Fötus Schlafphasen zu entwickeln, die nach dem 4. bis 6. Lebensmonat voll ausgebildet sind. Während den ersten Lebenswochen haben die Neugeborenen einen unregelmässigen Rhythmus. Die Dauer der Schlaf- und Wachphasen halten sich dabei etwa die Waage. Bei zwei Monate alten Säuglingen dauert der Nachtschlaf langsam länger als der Tagschlaf. Ab dem dritten Monat produziert der Körper das Hormon Melatonin, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Babys können schon früh zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Denn bereits im Mutterleib können sie am Tag die unzähligen Geräusche wahrnehmen und in der Nacht die Ruhe spüren.
Aktive und ruhige Schlafphasen wechseln sich ab
Nach dem Einschlafen sind Babys etwa die Hälfte der Zeit im sogenannten REM (rapid eye movement) oder dem aktiven Schlafzustand, bei dem Augenbewegungen, unregelmässiger Atem sowie unwillkürliche Körperbewegungen auftreten. Die anderen 50 Prozent schlafen sie friedlich mit regelmässigem Atem und ruhigem Körper.
Schlafdauer und -rhythmus sind individuell
Im Schnitt schlafen Babys in ihrem ersten Lebensjahr 14 von 24 Stunden, wobei die Bandbreite zwischen 11 und 16 Stunden liegt. Dabei sind die individuellen Unterschiede gross. Beeinflusst wird das Schlafverhalten durch Faktoren wie die Schlafumgebung, die Mutter-Kind-Interaktion, den Ernährungsplan und auch durch das Temperament des Babys.
Tipps für das Zu-Bett-Bringen von Babys
Der Schweizerische Hebammenverband kennt verschiedene Strategien für das Zu-Bett-Bringen der Kleinen:
- Nach dem Zu-Bett-Bringen sollte im Kinderzimmer das Licht gelöscht werden, um das Einschlafen zu erleichtern.
- Konstante Abläufe für Schlafen, Essen und Baden während dem Tag schaffen bessere Schlafgewohnheiten für Babys. Denn diese helfen ihnen sich auf die unterschiedlichen Tagesabschnitte einzustellen.
- Babys sollten vorzugsweise immer am selben Schlafort zu Bett gebracht werden. So realisieren sie schnell, dass Schlafenszeit ist.

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