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Vorzeitige Wehen

Ursachen und Vorbeugung

 Es ist ganz normal, dass sich jetzt die Gebärmutter ab und zu zusammenzieht. Der Uterus ist durch Berührung irritierbar, und er wird ja durch das Kind viel öfter berührt als zuvor, als es noch frei umher schwimmen konnte. Als Schwangere spüren Sie diese Kontraktionen an einer kurzzeitig gespannten Bauchdecke. Mit fortschreitender Schwangerschaft werden diese Anspannungen häufiger.
Ein Alarmsignal sind sie, wenn der Bauch steinhart ist und sich kaum mehr entspannen kann. Sie fühlen sich unwohl, merken, dass etwas nicht stimmt. Vorzeitige Wehen sind nicht unbedingt von Schmerzen begleitet oder von Blutungen. Sie führen auch nicht in allen Fällen zu einer Frühgeburt, aber sie müssen unbedingt ernst genommen werden.

Wenn Sie sich unsicher fühlen, rufen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme an. Droht eine Frühgeburt, werden Sie ins Spital eingewiesen. Dort wird ein Ultraschall gemacht, abgewartet, wie es weitergeht, oder Sie bekommen sofort eine Infusion mit einem Medikament, das den Uterus ruhig stellt. Dieses Mittel hat allerdings unangenehme Nebenwirkungen, wie stark beschleunigter Puls – auch beim Kind, das damit unter starken Stress gerät. Diese Behandlung ist nicht immer erfolgreich. Manchmal lassen sich die Wehen nicht mehr stoppen, und das Kind kommt als Frühgeborenes zur Welt.

In vielen Fällen genügt es, wenn der Schwangeren absolute Ruhe und Liegen verordnet wird, bis sich der Uterus wieder beruhigt. Manche Schwangere müssen bis zum Geburtstermin liegen, weil jede Anstrengung die Gebärmutter erneut irritieren würde.

 

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