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Frühgeborene

Warum sie nicht 40 Wochen im Bauch bleiben.

Jedes Kind, das drei und mehr Wochen vor dem Geburtstermin geboren wird, gilt in der Fachsprache als Frühgeborenes. Von den rund 4000 Frühgeborenen, die in der Schweiz jährlich zur Welt kommen, sind etwa zwei Drittel in der 34. bis 37. Woche und haben ein Geburtsgewicht über zwei Kilogramm. Werden sie vor der 34. Woche geboren, sind sie meist unter 2000 Gramm schwer und gelten als kleine Frühgeborene. Rund 400 Babys sind extreme Frühgeborene, d.h. sie wiegen weniger als 1500 Gramm.

Die Ursachen für eine Frühgeburt, die unter Umständen eingeleitet werden muss, wenn für Mutter oder Kind Gefahr besteht, sind vielfältig:

  • ein vorzeitiger Blasensprung
  • vorzeitige Wehen, die nicht mehr zu stoppen sind
  • eine Infektion
  • schlechter Zustand des Kindes, der einen Kaiserschnitt erfordert
  • eine Gestose (siehe Präeklampsie/HELLP-Syndrom)
  • Diabetes
  • Bluthochdruck

Für die Schwangere und Ihren Partner ist eine Frühgburt in jedem Fall ein Schock. Und fast jede Frau fragt nach ihrer Verantwortung oder gar Schuld für die vorzeitig beendete Schwangerschaft. Dazu kommt die Angst, ob das Kind lebensfähig ist und überlebt. Zum Glück stehen die Chancen für die meisten gesunden Frühgeborenen sehr gut. Sie haben auch keine grössern gesundheitlichen Probleme, ausser, dass sie etwas kleiner und leichter sind als am Termin geborene Kinder.

Frühchen müssen meistens in den Inkubator. Sei es für ein paar Tage zur Beobachtung oder, bei sehr unreifen Babys, einige Wochen oder sogar Monate. Das bedeutet eine Trennung von Mutter und Kind. Alle Neonatologien versuchen heute, diese für beide einigermassen erträglich zu gestalten. So haben Eltern rund um die Uhr Zugang zu ihrem Baby. Sie dürfen es streicheln, mit ihm reden und wenn es kräftig genug ist, känguruhen, stillen und baden.

 

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