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8. Monat (28. bis 32. Woche)

Grösse: 40 Zentimeter
Gewicht: 1750 Gramm

Das Baby wächst

Allmählich wird der Platz in der Gebärmutter knapp, und doch dauert es noch zehn ganze Wochen bis zur Geburt! Ihr Kind übt Pirouetten in Ihrem Bauch. Viel mehr, als sich um die eigene Achse zu drehen, liegt fast nicht drin. Manche Babys nehmen jetzt schon ihre Geburtsposition ein, mit dem Kopf nach unten. Andere lassen sich damit Zeit und drehen sich noch ein paar Mal bis zum Termin. Und vielleicht ist seine Lieblingsstellung mit dem Po nach unten.

Stillen: Der Körper ist darauf vorbereitet

Im Lauf der Schwangerschaft wird der Busen grösser und schwerer, weil das Milch bildende System, die Drüsen und Milchgänge, auf die Produktion von Milch umstellen. Die Natur sorgt hier perfekt vor. Kurz nach der Geburt angelegt, saugt das Baby und gibt damit das Signal für die Milchbildung. Gleichzeitig bekommt es das so genannte Kolostrum zu trinken, die erste Milch, die besonders viele Nähr- und Abwehrstoffe enthält: eine natürliche Impfung sozusagen.

Früher wurde Schwangeren empfohlen, ihre Brüste und Brustwarzen aufs Stillen vorzubereiten. Durch eine Massage der Brustwarzen zum Beispiel. Mit einer Zahnbürste. Aua! Nichts dergleichen ist nötig. Damit beim Stillen keine Schmerzen oder Risse auftreten, gibt es ein probates Mittel: die richtige Stillposition. Stillen darf auf keinen Fall weh tun! (Mehr darüber in unserem Stillratgeber. S. unten.)

Obs beim Stillen klappt, bestimmt auch der Vater!

Es liegt nicht nur am Willen der Mutter und am Wunsch des Kindes, ob gestillt wird oder nicht. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Vater mitentscheidet. Lautstark oder heimlich kann er das innige Zusammensein von Baby und Mutter torpedieren, wenn er die Zugangsrechte zum Busen nicht mehr exklusiv hat. Es ist für den Stillerfolg sehr wichtig, dass Frau und Mann übers Stillen sprechen, bevor das Kind da ist. Die Frau braucht, wenn sie stillen will, die absolute Unterstützung durch den Partner, gerade wenn es mal schwierig wird. Beide müssen vom Sinn und Nutzen dieser Ernährungsweise überzeugt sein. Und wenn sie es vor der Geburt waren und hinterher nicht mehr? Wieder darüber reden. Ein Baby kann man auch auf die Schoppenflasche umstellen.

 

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Wer begleitet mich zur Geburt?

Ist es ein Fortschritt, dass heutzutage fast immer der werdende Papa der Gebärenden im Kreissaal die Hand hält, die Stirn wischt und dem Neugeborenen die Nabelschnur durchtrennt? Die Frage ist berechtigt. Stellen Sie sich diese Frage und antworten Sie ehrlich darauf. Es ist nämlich nicht in Stein gemeisselt, dass Gebären eine Paar-Angelegenheit ist.

Vielleicht haben Schwangere den Wunsch, die Geburt unter Frauen zu erleben, weil sie das als Frauensache empfinden. Es gibt auch Männer, die das so sehen. Selten soll es vorkommen, dass Männer über dem Anblick des Geburtsgeschehens impotent werden oder nach der Geburt Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben.

Frauen wiederum fühlen sich gedrängt, ihre Partner zu unterstützen, statt sich unterstützen zu lassen. Schamgefühle können wiederbelebt werden, etwa die Angst vor Ausscheidungen während der Geburt. Und schliesslich gibt es auch Männer, die wirklich nicht dabei sein möchten, sich aber nicht trauen, ihrer Partnerin das zu sagen.

Die allermeisten Männer aber finden es wunderbar, die Geburt mitzuerleben und mitzugestalten. Sie wollen nicht nur an der Zeugung beteiligt sein, sondern eine aktive väterliche Rolle schon bei der Geburt spielen. Wenn beide gemeinsam die Geburt erleben wollen, kann das ihre Partnerschaft bereichern und stärken. Vorausgesetzt, der Mann weiss, wo sein Platz ist. Er soll präsent sein, aber sich nicht in den Vordergrund schieben wollen. Während der Geburt stehen Mutter und Kind im Mittelpunkt. Sein Gewinn: Respekt für die Kräfte, die in seiner Partnerin stecken und die sie beim Gebären entfaltet.

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