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6. Monat (21. bis 24. Woche)

Grösse: 30 Zentimeter
Gewicht: 650 Gramm

Nun beginnt bereits die 20. Woche der Schwangerschaft. Das Kind legt langsam an Substanz zu. Ende dieses Monats ist es lebensfähig, falls es zu früh zur Welt kommt. Spannend ist diese Phase, weil die werdende Mutter erlebt, wie sie mit ihrem Kind Kontakt aufnehmen kann. Es reagiert auf ihre Stimme und auf Berührungen durch die Bauchdecke! Der Bauch nimmt an Umfang zu, und langsam stellt sich die Frage: Wo und wie möchten wir gebären?

Der kleine Mensch kriegt Haare

Noch schimmern die Blutgefässe durch die feine, dünne Haut des Fötus. Doch in diesen Wochen beginnt sich das zu verändern: Die Haare wachsen. Das Kind bekommt Augenbrauen. Und auch Nägel an Fingern und Zehen. Unter der Haut bildet sich eine Fettschicht, die sich bis zur Geburt etwas verdickt. Sie ist der Energiespeicher für die ersten Tage ausserhalb der Uterushöhle.

Die Haut überzieht sich allmählich mit der so genannten «Käseschmiere», einer fetthaltigen Schicht, die bis zur Geburt die zarte Haut des Föten im Fruchtwasser schützt und nährt.

Auch sonst sind allerhand menschliche und allzumenschliche Tätigkeiten zu beobachten: Das Kind träumt – was wohl? Und es entwickelt einen Schlaf- und Wachrhythmus. Meistens wird es wach, wenn sich die Mama zum Schlafen hinlegt. Ist ja klar: Die sanften Schaukelbewegungen machen in der Nacht, zu den Schlafenszeiten der Erwachsenen, Pause. Der Fötus pinkelt, und in seinem Darm sammelt sich der erste Stuhlgang an. Man nennt ihn «Mekonium» oder Kindspech. Kindspech darum, weil der erste Stuhlgang nach der Geburt eine zähe, schwarze Masse ist.

Wie Sie Kontakt mit ihrem Kind aufnehmen können

Eigentlich spricht jede Schwangere auf irgendeine Weise mit ihrem Kind. Sei es mit ihrer inneren Stimme oder auch laut. Jede Schwangere streicht immer wieder über ihren Bauch oder hält ihre Hände darauf. Und das tun auch werdende Väter, die entzückt die feinen Bewegungen ihres Kindes durch die Bauchdecke spüren. Das ist intuitive Kontaktaufnahme mit dem Ungeborenen. Und manche Eltern haben auch schon eine Antwort erhalten, wenn sie das Kind in ihre Hände lockten. Das ist kein Hirngespinst, denn das Kind nimmt diese Lockrufe wahr; es spürt die streichelnden Hände durch die Bauchdecke. Schliesslich sind seine Sinne voll entwickelt. Und wozu wären sie das, wenn nicht für die Kommunikation auch mit draussen?

 

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Kontakt aufnehmen

Fachleute raten allen werdenden Eltern, regelmässig mit ihrem ungeborenen Kind Kontakt aufzunehmen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Reden Sie mit ihm. Erzählen Sie ihm, was Sie gerade tun, was Sie sehen, woran Sie sich besonders gern erinnern oder was Sie letzte Nacht geträumt haben.
  • Singen Sie Lieder oder summen Sie einfach vor sich hin. Spielen Sie Musikstücke, die Sie besonders mögen und sagen Sie das Ihrem Kind. Es ist erwiesen, dass sich Neugeborene an Musik, die sie im Mutterleib oft hörten, erinnern und sich beruhigen, wenn sie sie später hören. Wenn Sie ein Instrument spielen, ist das auch sehr empfehlenswert. Ihr Kind mag das.
  • Laden Sie es zum Spielen ein. Das ist möglich. Streicheln, stubsen Sie Ihre Bauchdecke und reden Sie mit Ihrem Kind. Vielleicht klappt es nicht auf Anhieb, aber mit der Zeit funktioniert es. Es wird Ihnen antworten! Eine spezielle Methode dafür ist die so genannte Haptonomie, die aber nur von dafür ausgebildeten Fachleuten angewendet werden sollte.
  • Machen Sie sich ein Bild von Ihrem Kind. Legen Sie sich hin und träumen Sie von seinem Aussehen, seinem Verhalten. Malen Sie sich in Gedanken aus, wie das Leben mit ihm sein wird, wie sich die Grosseltern zum Beispiel über ihr Enkelkind freuen werden.
  • Alle diese Vorschläge, die Sie natürlich nur umsetzen, wenn Sie Lust und Freude daran haben, führen zu einem positiven Bild des Kindes, zu einer Vertrautheit, die sich gut auf die Geburt auswirkt. Und wenn es dann da ist, die Augen auf Sie richtet und Sie den Eindruck haben, es kennt Sie schon: Das ist bestimmt nicht falsch!

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