1. Monat (1.-4. Woche)
Neues Leben beginnt
Rund 30 Stunden nach der Befruchtung beginnt sich die Zygote – so heisst die befruchtete Eizelle nun – zu teilen. Während sie weiter durch den Eileiter in Richtung Gebärmutterhöhle unterwegs ist, bilden sich aus einer Zelle zwei. Aus zweien wiederum je zwei, und so weiter. Im Stadium von 16 Zellen spricht man von der Morula, der «Maulbeere». Jede dieser Zellen trägt noch das gesamte Erbmaterial von Mutter und Vater in sich.
Die Einnistung
Hundert Stunden nach der Verschmelzung hat die Blastozyste – so heisst die auf etwa 100 Zellen angewachsene kugelige Zygote – die Gebärmutterhöhle erreicht. Sie lässt sich in der dicken, schwammigen Schleimhaut, die sich an der Innenwand aufgebaut hat, nieder. Es ist der 5.Tag. Die Einnistung ist im Gang. Allmählich verschwindet die Zellkugel in der Schleimhaut, bis sie etwa am 13. Tag der Schwangerschaft aus ihrer fingerhutgrossen Höhle nur noch ganz winzig hervorlugt. Zucker- und mineralienreiche Flüssigkeit ernährt sie.
Bereits am 10. Tag werden die Organe des Ungeborenen angelegt. Bis zum Ende der vierten Woche sind bereits alle Organanlagen da. Aus den drei Keimblättern haben sich wie durch ein Wunder die Zellen differenziert. Man weiss heute immer noch nicht, welche Faktoren, genetische, biochemische oder andere, eine Rolle dabei spielen. Das spätere Auge, die Stelle der Ohren, die Schlundbögen für Mund und Rachen, das Herz, die Lungen- und die Leberknospe, der Darm und eine Art Blase lassen sich identifizieren. Nur die Leibeshöhle ist noch offen. Die Nabelschnur verbindet den embryonalen Organismus mit seiner Umgebung.
Ab der vierten Woche sprechen Fachleute vom Embryo. Er ist jetzt ungefähr so gross wie ein Apfelkern. Und jetzt bemerkt die Frau das Ausbleiben der Menstruation – das erste äusserliche Anzeichen einer Schwangerschaft!
Der Test aus der Apotheke: Was er bringt und wann
Rund ein Dutzend Schwangerschaftstests führen die Apotheken in ihrem Angebot. Unterschiedlich im Handling und in der Ausführung, kosten sie zwischen 28 und 38 Franken. Doch das Prinzip ist bei allen gleich: Ein paar Tropfen Urin genügen den Geräten, um Spuren des Schwangerschaftshormons HCG nachzuweisen. Heute dauert das nur noch eine Minute.
Wenn sich das Trägermedium verfärbt, ist das Ergebnis positiv: Schwanger! Bleibt es hingegen gleich: negativ.
Wichtig: Auch wenn die Werbung verspricht, schon am ersten Tag nach dem Ausbleiben der Menstruation eine Schwangerschaft nachweisen zu können, ist es besser, mit dem Test zu warten. Ein sicheres Ergebnis gibts ab dem zehnten Tag nach Ausbleiben der Menstruation.
Und wenn das Resultat negativ ist, die Periode aber doch nicht kommt? Am besten zur ärztlichen Konsultation. Mit einem exakten Bluttest, einer gynäkologischen Kontrolle und eventuell einem Ultraschall kann eine Schwangerschaft mit Sicherheit ausgeschlossen oder bestätigt werden.
Tanja Polli








