6. Woche
Äusserlich sieht man noch nichts von der Schwangerschaft. Doch die Hormone, mit denen der Körper überflutet wird, bewirken bei vielen Frauen Stimmungsschwankungen. Sie sind empfindlich, reizbar, die Tränen fliessen schnell.
Ihr Baby
Ganz viel passiert in diesen Tagen: Augen und Mund entstehen, Unterkiefer und Stimmbänder nehmen Form an. Das innere Ohr wird gebildet. Die Entwicklung von Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse und Darmsystem beginnt. Blutzellen entstehen und zirkulieren mit dem Herzschlag. Die Nabelschnur zeichnet sich ab.
Ihr Körper
Nun beginnt Ihr Blutvolumen zu steigen. Hatten Sie bis jetzt – je nach Körpergrösse und -gewicht – vier bis fünf Liter Blut, werden es in der 34. Schwangerschaftswoche 6 bis 7 Liter sein. Daran erkennen Sie, dass die Schwangerschaft eine Phase der Dauerhöchstleistung ist, 24 Stunden täglich. Die Zunahme des Blutvolumens sichert die ausreichende Durchblutung der Plazenta und damit das Wachstum des Kindes. Parallel zum Blutvolumen nimmt auch Ihr Gewicht zu.
Der erste Arztbesuch
Die erste Schwangerschaftskontrolle findet zwischen der 7. und der 12. Woche statt. Das passiert:
- Arzt oder Hebamme fragen nach früheren Schwangerschaften, Geburten, Fehlgeburten, Verhütung, nach Krankheiten bei Ihnen und in der Familie, nach Berufstätigkeit, Zigaretten- und Alkoholkonsum.
- Blutdruck und Gewicht werden gemessen.
- Im Urin wird nach Zucker, Eiweiss und Bakterien gefahndet, um Diabetes, Nieren- oder Blasenprobleme auszuschliessen.
- Bei der gynäkologische Untersuchung wird die Gebärmutter abgetastet, nach Infektionen gesuchtund ein Krebsabstrich gemacht.
- Das Blut wird untersucht: Blutgruppe und Hämoglobinwert werden bestimmt, Antikörper gegen Röteln, Toxoplasmose und andere Infektionskrankheiten gesucht.
- Mit dem Ultraschall kann die Entwicklung des Embryos, die Einnistung der Plazenta und der Geburtstermin bestimmt sowie die Herztöne abgehört werden.
Veronica Bonilla








