Mit Babybauch auf die Piste?
Ski fahren, Snowboarden oder Langlaufen? Nicht jede Wintersportart eignet sich für Schwangere. Ganz verzichten aufs Vergnügen im Schnee müssen sie aber nicht.
Alpinskifahren
Grundsätzlich gehört Ski alpin zu den sturzträchtigen Sportarten. Dennoch raten Sportärzte und Gynäkologen nicht durchwegs davon ab, sondern setzen auf die Einschätzung der Frauen ihrem eigenen Können gegenüber. Sicher ist: Mit Buckelpistenfahren und kühnen Figuren über die Sprungschanze sollte keine Schwangere mehr bei ihrem Liebsten punkten wollen. Auch schnelle und harte Abfahrten gehören nicht mehr aufs Programm. Geübte Skifahrerinnen aber dürfen – solange sie sich wohl fühlen – weiterhin sanfte Schwünge auf flacher Piste hinlegen.
Snowboarden
Freeriding, Half Pipes und Slopestyles sind berauschende Varianten für Snowboarderinnen – für Schwangere gehören sie vorübergehend auf Eis gelegt.
Skitouren
Es ist zu bedenken, dass eine Skitour den schwangeren Körper belastet, denn der Aufstieg bedingt ausgezeichnete Kondition. Kann eine gut trainierte Tourengängerin nicht auf «ihre» Berge verzichten, sollte sie einfache und kürzere Routen wählen und sich bewusst sein, dass im Notfall in unzugänglichem Gebiet nicht schnell mal Hilfe geholt werden kann.
Fachleute empfehlen einen Pulsmesser bei sich zu haben und 130 Schläge pro Minute nicht zu übersteigen.
Bei der Abfahrt gelten je nachdem dieselben Gefahren wir beim Alpinskifahren. Hinzu kommen aber Lawinengefahr oder Schneemangel und allfällige Schwierigkeiten in unbekanntem Gelände.
Langlaufen
Die beste Wintersportart für Schwangere. Wichtig ist es, die Strecken je nach Stand der Kondition zu wählen und einen Pulsmesser zu verwenden. Da die Gelenke und Bänder des Beckens während der Schwangerschaft hormonbedingt gelockert sind, empfehlen Ärzte den klassischen Stil statt des Skatingstils («Schlittschuhschritt»).
Schlitteln
Kindheitserinnerungen und Mondscheinfahrten in Ehren, aber das Schlitteln sollte während der gesamten Schwangerschaft unterlassen werden.
Eiskunstlauf
Lassen Sie die Kufen für die Zeit der Schwangerschaft im Schrank ruhen. Zu gross ist die Gefahr eines Sturzes.
Allgemein
Risikoschwangeren empfiehlt Gynäkoligin Renate Huch, ganz auf winterliche Abenteuer auf Brettern zu verzichten. Nach Fehlgeburten oder Blutungen in der Frühschwangerschaft, bei Blutarmut oder wenn die Plazenta vor dem Muttermund liegt (Placenta praevia), sollte eine Frau mit ihrer Ärztin über geeignete Sportarten sprechen.
All jene Bewegungsfanatikerinnen unter den Müttern, die befürchten, mit dem Kürzertreten abzuschlaffen, seien beruhigt: Während der Schwangerschaft und der Geburt arbeitet der Körper sowieso auf Hochtouren und absolviert selbst in Ruhelage ein immer intensiver werdendes Dauertraining.
Manuela von Ah








