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Schwanger und depressiv

Jede zehnte Schwangere leidet an einer Depression. Die Lichttherapie verspricht Heilung.

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Es werde Licht: Licht schadet dem Ungeborenen in keiner Weise. (Bild: iStockphoto)
Viele Schwangere verzichten auf Medikamente gegen die Depression – aus Angst vor den Risiken für ihr Kind. Unbehandelt aber kann eine Depression nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind schwere Folgen haben. Es drohen Frühgeburt, Komplikationen bei der Geburt oder niedriges Geburtsgewicht.

«Während eine Psychotherapie meist nur ungenügend hilft, verspricht eine Therapie mit Licht Heilung und ist für das Ungeborene ungefährlich», sagt Anita Riecher-Rössler, Professorin für Psychiatrie an der Uni Basel. In einer Studie behandelte sie 27 depressive Schwangere, die nicht wussten, ob sie «echtes» Licht bekamen oder schwaches Placebolicht. Bei ersteren ging es 81 Prozent nach fünf Wochen deutlich besser, 69 Prozent wurden gar beschwerdefrei. Von den Placebo-Patientinnen erreichten nur 46 Prozent eine Besserung, 36 Prozent wurden symptomfrei. Ausser Licht gibt es bei Depressionen noch andere sanfte Alternativen. Als Heilpflanze hat sich Johanniskraut bewährt. Und was immer hilft, ist Bewegung: Die tut jeder Schwangeren gut.
 

Irène Dietschi


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