Trag mich!
Ob zu Hause oder unterwegs – wer sein Baby trägt, ist mobiler. Traghilfen im Test.
Babys lieben es im Huckepack. Der intensive Körperkontakt erleichtert den Start ins Leben, macht ruhig und zufrieden. Richtig angewendete und konzipierte Tragehilfen fördern die Ausreifung der Hüftgelenke. Nicht zu vergessen: Eine Tragehilfe ist viel günstiger als ein Kinderwagen. Wer trägt, hat die Hände frei für anderes und kann Wege beschreiten, die nicht kinderwagengängig sind.
Gab es früher nur vereinzelte Angebote an Tragehilfen, wird der Markt mittlerweile überschwemmt. Neben den klassischen Tüchern, die gebunden werden, und den Beuteln, die umgeschnallt werden, gibt es verschiedene Zwischenformen, die ebenfalls einfach in der Handhabung sind. Meist nur mit Anleitung geht das Binden des Tragetuchs. Oft zeigen Hebammen den Eltern verschiedene Trageweisen, im Internet sind ebenfalls Anleitungen zu finden. Wer sich unsicher fühlt, besucht einen ein- bis zweistündigen Kurs. Je nach Trageweise ist ein längeres oder kürzeres Tuch erforderlich. Für die Rucksacktrage genügen 3,2 Meter, für den Hüftsitz sowie das aufrechte Tragen vor dem Bauch 4,2 Meter. Für Neugeborene in Wiegehaltung vor dem Bauch sind 4,7 Meter nötig.
Wissenschaftlich längst widerlegt sind Behauptungen, wonach getragene Kinder einen Rückenschaden, oder Babys nicht genügend Sauerstoff erhalten und ersticken könnten.
Marianne Botta-Diener














