Keine Lust auf Brei!
Nicht jedes Baby hält sich an die kinderärztlichen Empfehlungen und isst ab dem 6. Monat Brei. Solche Spätesser sind eine Herausforderung für ihre Eltern. Tipps für die stressfreie Einführung von Beikost.
- Halten Sie das Kind im Arm, wenn Sie mit Zufüttern beginnen, so bekommt es die gleiche Nähe und Zuwendung wie beim Stillen oder Schöppeln.
- Nicht jedes Kind gewöhnt sich gleich schnell oder früh an den Löffel und ans Schlucken; probieren Sie es in einigen Tagen oder Wochen wieder.
- Muttermilch ist süss und das Baby daran gewöhnt; versuchen Sie es mit süssem Früchtebrei.
- Was haben Sie in den letzten Schwangerschaftsmonaten oder während der Stillzeit selbst gerne und häufig gegessen – Karottensaft? Pfirsiche? Möglich, dass das Kind Nahrungsmittel mit ähnlicher Geschmacksrichtung bevorzugt.
- Setzen Sie das Kind an den Familientisch, wenn Sie essen, bald will es seine Vorbilder nachahmen.
- Manche Kinder lassen die Breiphase aus und bevorzugen statt dessen Fingerfood; lassen Sie Ihr Kind gewähren. Geeignet sind kleingeschnittenes und weichgekochtes Gemüse, Teigwaren, Brot und sogar Fleischstückchen.
- Hat das Kind Schwierigkeiten zu schlucken oder sabbert es viel, hat es vielleicht sehr grosse Mandeln. Eine ärztliche Abklärung verschafft Klarheit.
- Manche Kinder haben schlechte Erfahrungen mit dem Löffel gemacht, weil ihnen darin Medizin verabreicht worden ist; geben Sie deshalb Medikamente besser in einer kleinen Spritze.
- Gestillte Kinder essen bei der Mutter oft schlechter als bei anderen Betreuungspersonen, weil die Mama nach Milch riecht.
- Respektieren Sie, wenn das Kind nicht mehr Essen will, nur so entwickelt es sein persönliches Sättigungsgefühl.
- Und vor allem eins: Üben Sie weder Druck noch Zwang aus. Essen soll lustvoll sein und Freude bereiten.
Veronica Bonilla Gurzeler








