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Gebären ganz privat

Wer sich dafür entscheidet, das Kind in den eigenen vier Wänden auf die Welt zu bringen, braucht in erster Linie eine grosse Portion Vertrauen in sich selbst und in die begleitende Hebamme. Was es sonst noch zu beachten gibt.


Grundsätzlich entscheidet jede Frau selber, wo sie ihr Kind zur Welt bringen möchte. Wenn Mutter und Kind gesund sind, eine Spontangeburt zu erwarten ist, das Kind die 37. Schwangerschaftswoche erreicht hat und es richtig liegt, spricht in der Regel nichts gegen eine Hausgeburt. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, bedeutet eine Hausgeburt weder ein grösseres noch ein geringeres Risiko für Mutter und Kind als
eine Spitalgeburt.

Wer nicht sicher ist, ob eine Hausgeburt das Richtige ist, sollte mit dem Partner folgende Fragen klären:

  1. Eignet sich die Wohnung für eine Hausgeburt oder sind die Wände zu dünn, die Umgebung zu lärmig?
  2. Könnte die Mutter mit der Enttäuschung umgehen, bei einer kritischen Situation ins Spital verlegt zu werden?
  3. Ist die Mutter bereit, die Geburt ohne starke Schmerzmittel aus- und durchzuhalten?
  4. Kann die Mutter ihrer Hebamme und ihrem Körper voll vertrauen?
  5. Ist der Partner fähig und bereit, sich während der Geburt voll einzusetzen und mitzuarbeiten?
  6. Hat das Paar genügend Ressourcen, um das Kind vom ersten Tag an zu Hause alleine zu betreuen?
 

Barbara Lauber




 
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