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Familienrunde

Eins, zwei der drei? Für Simone und Peter Jauch ist die Familienplanung nach drei Kindern abgeschlossen. Warum, erzählen Sie grad selber.


Mit Gaël auf dem Arm kommt Peter Jauch die Balkontreppe hinunter, um mir das Absperrgitter zu öffnen. «Er hat heute keinen Mittagsschlaf gemacht und ist drum ein bisschen müde», erklärt der junge Vater. Smilla – mit ihren 12 Monaten die jüngste im Geschwisterreigen – liegt dagegen immer noch in ihrer Babyhängematte und schläft tief und fest. Da stört weder der Besuch der Journalistin noch das Geplapper rundherum. «Wer mit zwei Geschwistern aufwächst, lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen», sagt Mutter Simone. Ihre älteste Tochter, die fünfjährige Chénille, spielt draussen auf dem Spielplatz der familienfreundlichen Siedlung, in der die Jauchs seit Kurzem wohnen. Sie gehören vermutlich zu den jüngsten Eltern hier und wohl auch zu den wenigen mit reichlich Nachwuchs. «In unserem Freundes- und Bekanntenkreis haben die meisten höchstens zwei Kinder», erzählt Simone und fügt lachend hinzu: «Mit dreien wird das Leben nämlich schon etwas komplizierter». Einen Babysitter für drei zu finden – fast unmöglich! Und für die Grossmütter ist das Hüten natürlich auch viel anstrengender geworden.

Nummer drei nicht geplant

Eigentlich war die Kleine nicht wirklich geplant, sagen Peter und Simone übereinstimmend und grinsen sich komplizenhaft an. Kurz nachdem sie Gaël abgestillt hatte, war Simone aber – zack – wieder schwanger. «Nach Smillas Geburt meinte Peter, jetzt würden wir zwei Jahre erstmal in getrennten Betten schlafen», erzählt Simone. War natürlich nicht ganz ernst gemeint. Auf jeden Fall ist ein Leben ohne die Kleine gar nicht mehr vorstellbar. Eigentlich wollten sie zwei oder vier Kinder haben, eine gerade Zahl eben. Zuerst zwei dicht aufeinander und später, mit etwas grösserem Abstand, noch mal zwei. Aber jetzt sei halt alles anders gekommen, und das sei auch ganz gut so, finden beide. Auch dass Simones Wunsch, wieder als Lehrerin zu arbeiten, nun noch etwas länger auf Eis liegt, ist kein Problem. «Ich wusste ja, dass Peter beruflich sehr engagiert ist und ich zu Hause bei den Kindern sein würde.» Das Wochenende gehört jedoch der Familie. Der Rüeblikuchen, der auf dem grossen Tisch mit den drei Tripptrapps rundherum steht, ist Zeuge von Peters allsamstäglicher Backaktivität mit den Kindern. Und der schmeckt richtig gut. Eigentlich hätte hier auch noch ein vierter Kinderstuhl Platz, oder? Wie Synchrontänzer winken Simone und Peter ab: «Nein, auf keinen Fall!» Erstens soll in dem kleinen Reihenhaus später einmal jedes Kind ein eigenes Zimmer haben, und zweitens müsste man sich dann langsam einen Bus kaufen. Drittens werden die Ferien teurer und viertens: «Nein, wir sind glücklich mit unseren drei Rotschöpfen.»

 

Regina Kesselring




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