zur Hauptnavigation
Direkt zum Hauptinhalt

 

Zeigt her eure Zähnchen...

Wenn das Baby sabbert, quenglig ist und auf allem herumbeisst, was es in den Mund kriegt, kündigen sich meist die ersten Zähne an. wir eltern sagt, was Sie darüber wissen sollten.


Schimmert das erste weisse Spitzchen durchs Zahnfleisch, ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung Ihres Kindes erreicht. Oft haben sich die Eltern in den Tagen oder Wochen davor gefragt, warum das Kind so weinerlich ist. Zahnt es vielleicht? Hat sich das erste Zähnchen schliesslich den Weg ins Freie gebahnt, sind Erleichterung und Freude deshalb gross.

Schluss mit dem zahnlosen Lächeln ist im Normalfall zwischen dem 5. und  8. Lebensmonat. Der erste Zahn kann aber auch erst mit 12 Monaten durchbrechen. Ganz selten kommt es vor, dass ein Säugling bereits mit Zähnen zur Welt kommt. In der Regel sind es die unteren und etwas später die oberen Schneidezähne, die zuerst kommen. Danach variiert die Reihenfolge: Am häufigsten folgen die vorderen Backenzähne, darauf die Eck- und schliesslich die hinteren Backenzähne. Mit zwei bis drei Jahren ist das aus 20 Zähnen bestehende Milchgebiss komplett.

Nicht jedes Baby leidet, wenn die ersten Zähne sich ankündigen. Es gibt Kinder, bei denen die Eltern ganz überrascht und eher zufällig das erste Spitzchen im Mund entdecken. Andere Kinder dagegen sind weinerlich, haben vermehrten Speichelfluss, gerötete Wangen, geschwollenes Zahnfleisch oder kauen auf allen möglichen Gegenständen herum.

 

Mirjam Oertli




Fluorid oder nicht?

Fluorid macht den Zahnschmelz säureresistenter und remineralisiert die Stellen, an denen Karies beginnt. Deshalb empfehlen die meisten Zahnärzte bereits für die Milchzähne eine fluoridhaltige Zahnpasta. Diese sollte 250 ppm («parts per million») Fluorid enthalten, das entspricht 0,025 Prozent. Eine erbsengrosse Menge Zahnpasta genügt. Kinder ab 6 Jahren können die Zahnpasta für Erwachsene benutzen, die je nach Produkt rund 1400 ppm (0,14 Prozent) Fluorid enthält.

Da viele Babys und Kleinkinder einen Grossteil der Zahnpasta schlucken, befürchten manche Eltern, ihr Kind könnte zu viel Fluorid einnehmen. Eine zu hohe Dosis kann zu Vergiftungen und Störungen im Zahn- und Knochenaufbau führen. Harmlose, aber unschöne Folge davon: Flecken im Zahnschmelz. «Bis es gefährlich würde, müsste ein Kind mehrere Tuben Zahnpasta essen, die Dosierung müsste also recht hoch sein», sagt Kinderzahnärztin Claudia Saxer. «Der Nutzen von Fluorid ist so gross, dass nicht darauf verzichtet werden sollte.»

Weiter im Heft

In der Ausgabe 9/08 von wir eltern lesen Sie, was beim Zahnen genau passiert, und wie Sie Ihrem Sprössling Linderung verschaffen könnnen.

 
Baby des MonatsPresent ServiceSchwangerschaftskalender