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Frischluft für die Wohnung

Viele Menschen heizen in der kalten Jahreszeit zu stark und leben in einem Raumklima, das regelrecht ungesund ist. Doch es ist nicht schwierig, für gute Luft zu sorgen.


Bei klirrender Kälte halten wir uns natürlich am liebsten in der warmen Stube auf. Doch die Luftqualität in Wohnräumen lässt oft zu wünschen übrig – mit einer ganzen Reihe von Folgeerscheinungen:  Abgestandene, sauerstoffarme Luft macht müde, Nasenschleimhäute leiden, weil die geheizte Luft oft viel zu trocken ist. Dies kann zu Schlafproblemen führen und die Abwehr schwächen,was wiederum eher zu Erkältungen führt. Ausserdem verbreiten sich Erreger von Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Schnupfenviren in geschlossenen Räu- men leichter: Niest jemand, werden kleine Tröpfchen, die Viren enthalten, wie ein feiner Nebel verteilt. Auch Schadstoffe, die ihre Quelle in der Wohnung selbst haben, etwa Nikotin oder Feinstaub, belasten die Atem- wege deutlich mehr, wenn nicht genügend Frischluft vorhanden ist.

Stosslüften

In der kalten Jahreszeit ist es also besonders wichtig, die Wohnräume regelmässig zu lüften. So kann die Anzahl Erkältungsviren mit dem Zuführen frischer Atemluft vermindert werden. Zudem: Sauerstoff macht munter. Regelmässiges Lüften ist speziell bei neuen oder sanierten Häusern wichtig, da moderne Fenster und Aussenhüllen wirksam abgedichtet sind. Am besten eignet sich dazu das sogenannte Stosslüften, bei dem mehrmals täglich ein paar Minuten lang die Fenster ganz geöffnet werden. Von Fenstern in Kippstellung ist im Winter jedoch abzuraten, da die Heizeneregie dabei buchstäblich aus dem Fenster ge- worfen wird. Ohnehin sind Wohnräume oft mehr als notwendig geheizt. Die ideale Raumtemperatur liegt bei 17 bis 20 Grad, im Schlafzimmer darf es auch etwas weniger warm sein, für Nestwärme sorgen dicke Decken und Babys gefütterter Schlafsack.

Achtung Luftbefeuchter

Die Raumtemperatur zu senken bringt auch den Vorteil, dass die Luft feuchter wird. Ideal wäre eine Feuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent. «Doch tatsächlich ist es im Winter drinnen häufig viel zu trocken», stellt Alexander Möller, Lungenspezialist am Kinderspital Zürich, fest. Lässt sich dieses Problem am besten mit einem Luftbefeuchter lösen? Alexander Möller warnt vor zu hohen Erwartungen: «Für einen gesundheitlichen Nutzen bräuchte es ein extrem effizientes Gerät.» Wer einen Luftbefeuchter verwendet, sollte das Wasser täglich wechseln, damit das Gerät nicht selbst eine Gefahr für die Gesundheit wird. In abgestandenem Wasser verbreiten sich nämlich häufig Pseudonomas-Bakterien, die bei emp- findlichen Personen zu Infekten führen können, sowie ebenfalls gesundheitsschädigende Schimmelpilze. Überhaupt: Allzu feuchte Luft hat auch ihre Tücken. Bei Werten über 60 Prozent treten vermehrt Hausstaubmilben und eben Schimmelpilze auf. Anzeichen für Schimmel sind beispielsweise graue Flecken an den Wänden, insbesondere hinter Möbeln entlang von Aussenwänden.

 

Alexandra Suter




Fürs richtige Klima:

  • Regelmässig lüften: drei- bis fünfmal täglich, 5 bis 10 Minuten
  • Raumtemperatur: ca. 17–20 Grad
  • Luftfeuchtigkeit: 50–60 Prozent
  • In Wohnräumen aufs Rauchen verzichten!
  • Wäsche zum Trocknen im Kinderzimmer aufhängen. Das macht die Luft vorübergehend ein wenig feuchter und duftet zudem gut.

 
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