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Wenn Töne heilen

Mit Musik können Kinder ihre Gefühle oft besser ausdrücken als mit Worten. Dies macht man sich in der Musiktherapie zunutze: Kinder lernen dabei Ängste, Schulstress oder Liebeskummer zu überwinden.


Die Wirkung von Musik auf Körper, Seele und Geist wird seit alters her zu Heilungszwecken eingesetzt.

Bereits in der Antike fanden Heilungsrituale mit Musik statt. Heute hilft die positiven Wirkung von Musik vor allem bei der Verarbeitung von seelischen oder körperlichen Krisen.

Ausserdem wird Musiktherapie unter anderem auch zur Schmerzlinderung in der Onkologie oder in der Neonatologie eingesetzt.

Ein Verzeichnis mit Therapeutinnen und Therapeuten findet sich auf der Homepage des Schweizerischen Fachverbands für Musiktherapie SFMT, der für die qualitativ hochstehende Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder garantiert. Eine Einzeltherapiestunde kostet zwischen 100 und 150 Franken – einige Krankenkassen bezahlen bei Zusatzversicherung, sofern die Therapeutin oder der Therapeut im Register für Erfahrungsmedizin (EMR) eingetragen ist. Die Ausbildung zur Musiktherapeutin oder zum Musiktherapeuten kann man in der Schweiz in Zürich, Genf, Bellikon, Rorschach und Lenzburg absolvieren.

Die Zürcher Hochschule der Künste bietet seit 2008 einen Masterstudiengang in Klinischer Musiktherapie an. Eine psychologische Grundausbildung ist nicht Voraussetzung, sie wird während der Ausbildung erworben. Sie ist berufsbegleitend und setzt einen Erstberuf z. B. in Pädagogik, Pflege, Medizin, Musik oder Therapie voraus.

 

Katharina Truninger


Foto: © Sonja Ruckstuhl

Buchtipps

Musiktherapie mit Kindern. Grundlagen – Methoden – Praxisfelder.
Christine Plahl, Hedwig Koch-Temming (Hg.), Verlag Hans Huber, Fr. 49.90

Kindermusiktherapie – Richtungen und Methoden.
Ursula Stiff, Rosemarie Tüpker (Hg.), Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Fr. 35.90

 
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