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Gesund mit Pizza & Co?

Schnell eine Pizza in den Ofen oder eine Packung China-Mix in die Pfanne und ruck zuck ist die Mahlzeit auf dem Tisch. So einfach, aber auch gut?


Manchmal haben Eltern schlicht keine Zeit zum Kochen. Oder keine Lust. Dann führt ihr Weg beim Shopping unweigerlich zum sogenannten Convenience Food. «Convenience Food bedeutet so viel wie bequemes Essen», erklärt Caroline Bernet, Ernährungsberaterin bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE). Dazu gehören alle teilweise oder ganz zubereiteten Lebensmittel und Gerichte, zum Beispiel Päcklisuppen, Tiefkühlkost, gerüstete Salate, Fertigsaucen und Fertiggerichte.

Fertigfood boomt

Der Convenience-Markt boomt mit einem jährlichen Wachstum im zweistelligen Bereich. Und glücklicherweise ist Convenience Food vom gesundheitlichen Standpunkt her oft besser als sein Ruf. «Tiefgekühlte Gemüse und Produkte haben sogar den gleichen ernährungsphysiologischen Wert wie frische saisonale Produkte, denn sie werden unmittelbar nach der Ernte tiefgefroren, was die Nährstoffe schont», sagt Ernährungsexpertin Bernet.

Sogar für Gourmets

Auch geschmacklich wurden die Fertiggerichte in den letzten Jahren laufend verbessert, den Kundenwünschen entsprechend möglichst nahe ans Hausgemachte. Sogar Gourmets können mittlerweile – auf höchstem Niveau – Convenience Food geniessen. Anbieter wie die Betreiber der Gourmet15 Box oder Sprüngli liefern teilweise oder ganz fertiggestellte Mahlzeiten nach Hause oder an den Arbeitsplatz. Hier stimmt die Frische ebenso wie der Geschmack.

Achtung: Zutatenliste lesen!

Kritisch zu beurteilen sind Fertiggerichte, welche viele E-Nummern oder viel Salz und Zucker enthalten. Oft ist die Fettqualität ungenügend, weil billiges Palmfett oder gehärtete Fette verwendet werden anstatt gesünderes, aber auch teureres Raps- oder Olivenöl. «Bei vielen Fertiggerichten ist zudem der Gemüse- und Früchteanteil zu klein. Deshalb sollten Fertigmenüs immer mit einer Gemüse- oder Fruchtportion ergänzt werden», rät Caroline Bernet.

Das Fazit lautet also: Es lohnt sich, für alle Fälle einen gewissen Vorrat an Convenience Food zu haben, daneben aber frisch zu kochen. Oder mit teilfertigen Lebensmitteln wie zum Beispiel Salat aus dem Beutel oder gefrorenem Gemüse rasch etwas Eigenes zu zaubern.

Wie wärs mit gefrorenen Brokkoliröschen, aus denen im Nu mit etwas Rahm, Salz, Pfeffer und Mandelblättchen ein feiner Gratin entsteht?

 

Marianne Botta Diener




Darauf sollten Sie achten

  • Kaufen Sie Salat im Beutel und peppen Sie ihn mit Hülsenfrüchten aus der Dose, Ei, Mozzarella, gebratenem Fisch oder Pouletgeschnetzeltem auf. Auch die Salatsauce gibts fixfertig. Im Idealfall enthält sie Raps- oder Olivenöl.
  • Verfeinern Sie eine fertige Pizza vor dem Backen mit frischem oder gefrorenem Gemüse.
  • Früchte oder Apfelmus in Dosen passen zu Milchreis oder Griessbrei.
  • Fertigbirchermüesli lassen sich mit frischen Früchten oder gefrorenen Beeren anreichern.
  • Fertige Spaghettisaucen sind ideal zu Vollkornteigwaren, Sauce Hollandaise passt zu frischen Spargeln, fertige Currysauce ergibt im Nu ein feines Curry-Pouletgeschnetzeltes.

 
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