Der Family Award ist lanciert
Ganz neu gibt es nun auch eine Prämierung für Produkte im Familiensegment. Die Idee dahinter: Eltern sollen sich im Dschungel der Konsumgüter besser orientieren können.
Es gibt Awards für Film und Fernsehen, für Mode und Musik, für Finanzinstitute, für Internetauftritte, für Wein ebenso wie für unzählige andere Konsumgüter. Ja, es gibt sogar einen Award für das beste Olivenöl. Und nun – halleluja – gibt es ganz neu den «Swiss Award for Family Products»! Endlich, werden sich die Mütter und Väter sagen, die die Qual der Wahl schon erlebt haben, als sie sich beispielsweise einen Kinderwagen anschaffen mussten. Der Award ist das Baby von Present-Service Ullrich & Co. aus Zug, der Firma, die vor fünf Jahren auch die FamExpo ins Leben gerufen hat und diese seither jährlich mit Erfolg durchführt. André Bühler, Geschäftsführer bei Present-Service, ist wie damals bei der Messe überzeugt, dass der neue Award einem Bedürfnis entspricht. Weil die Produkte-palette im Familiensegment immer grösser und unüberschaubarer geworden sei. «Die Prämierung bietet eine Orientierungshilfe», sagt er. Er denke dabei nicht nur an die Konsumenten, sondern auch an die Anbieter und die «Vermittler» wie etwa Elternberatungsstellen, Kinderkrippen usw.
Mit dem jährlichen Award sollen gemäss Bühler «innovative und herausragende Produkte aus den Bereichen Baby, Kinder, Eltern und Familie beurteilt und prämiert werden». Für die Premiere wurden Kinderwagen und Kinderautositze auf «Gurte und Sitzleder» getestet. Bis Ende Februar 2010 konnten Hersteller und Importeure ihre Produkte in den Kategorien Kinderautositze, Kinderwagen 0-6 Monate und Kinderwagen 6-36 Monate für den Award einreichen. Einziges Kriterium: Das Produkt muss in der Schweiz erhältlich sein.
«Völlig neutrale» Beurteilung
Ende April haben sich dann die Jurymitglieder (Toni Keller, verantwortlich für Tests von Autokindersitzen beim TCS, Irène Candido, Präsidentin des Schweiz. Berufsverband der Mütterberaterinnen SVM, Monique Brunner, Online-Redaktorin bei wir eltern und Mutter von zwei kleinen Kindern, Jeannine Kuchen, Hausfrau, Mutter und Dekorateurin sowie Hansruedi Wehrli, ehemaliger Inhaber Babyhaus Wehrli in Zürich, versammelt, um die eingereichten Produkte zu bewerten. «Völlig neutral», wie André Bühler betont. Deshalb habe man auch bewusst eine unabhängige Jury gewählt, Hersteller und Händler waren nicht zugelassen. Hansruedi Wehrli sei wegen seiner grossen beruflichen Erfahrung dabei und vor allem seit zwei Jahren nicht mehr im Geschäft.
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