Wildunfall: Schaden immer melden
Auf Schweizer Strassen kollidiert jede Stunde ein Auto mit einem Reh. Wer den Unfall nicht meldet, bekommt unter Umständen Probleme mit der Versicherung.
Während der Dämmerung und nachts ist es am gefähr-lichsten: Bei der Fahrt am Waldrand entlang springt unverhofft ein Reh vor die Kühlerhaube. Eine Kollision ist meist unvermeidlich. Bleibt man selbst unverletzt, ist das Tier meist schwer verwundet.Laut Unfallstatistik werden Reh und Rotfuchs am häufigsten Opfer von Verkehrsunfällen. Dahinter folgen Dachs, Feldhase und Wildschwein. Kollisionen mit Wildtieren sind laut Strassenverkehrsgesetz melde-pflichtig. Dies gilt auch dann, wenn das verletzte Tier die Flucht ergreift. Die unverzügliche Kontaktaufnahme mit der Polizei oder dem zuständigen Wildhüter ist Pflicht. Wildhüter und Jagdaufseher rücken zu jeder Tages- oder Nachtzeit aus, um ein verletztes Tier möglichst rasch von seinem Leiden zu erlösen.
Wildunfälle bestätigen lassen
Autofahrer, die einen Wildunfall verspätet oder gar nicht melden, bekommen unter Umständen auch mit ihrer Versicherung Probleme. Für Schäden am demolierten Auto zahlt nämlich die Teilkaskoversicherung nur dann, wenn eine amtliche Bestätigung über das Unfallge-schehen vorliegt. Fehlt die Bestätigung, kommt der Unfallverursacher nur dann zu seinem Geld, wenn er eine Kollisionskaskoversicherung abgeschlossen hat. Den Selbstbehalt muss der Versicherungsnehmer allerdings aus dem eigenen Sack berappen, ebenso muss er mit einen Bonusverlust rechnen.
Manche versuchen reflexartig dem Tier auszuweichen. Kommt man dann ins Schleudern und landet im Strassengraben, bekommen diesen Schaden nur kollisionskaskoversicherte Autofahrer ersetzt.
Richard Eisler, comparis.ch








