Nie ohne Velo-Vignette!
Am 31. Mai muss die neue Vignette 2010 an Ihrem Fahrrad kleben. Die Vignette ist eine Haftpflichtversicherung, die für Schäden bis zwei Millionen Franken zahlt.
Am ersten schönen Frühlingstag kriechen viele wieder aus ihren Löchern. Die Rede ist von den Velofahrern, die den Frühling spüren. Es gibt natürlich auch die, die das ganze Jahr tapfer in die Pedale steigen. Auch die freuts. Den Hintern nur leicht auf dem Sattel aufgelegt, den Rumpf weit nach vorn gebeugt und den behelmten Kopf nur knapp über der Lenkstange strampeln sie, was das Zeug hält.
Wer auf zwei Rädern flott auf den Strassen herumkurvt, lebt gefährlich. Dies umso mehr, als sich Fussgänger und Velofahrer so manchen Weg teilen müssen. Da ist schnell etwas passiert. Wer als Velofahrer glaubt, mit der persönlichen Privathaft-pflichtversicherung für alle Fälle gewappnet zu sein, ist auf dem Holzweg. Diese kommt bei einem Velounfall nämlich erst dann zum Zug, wenn der Schaden die zwei-Millionen-Franken-Grenze überschreitet – und das auch nur, wenn man eine Vignette hat.
Liegt die Schadenssumme darunter, springt die Haftpflichtversicherung fürs Velo in die Bresche. Diesen Versicherungsschutz erkauft man sich mit der Velo-Vignette, die für ein paar Franken bei allen Poststellen oder Grossverteilern erhältlich ist. Wichtig zu wissen: Der Versicherungsschutz muss jährlich erneuert werden und zwar bis zum 31. Mai 2010, dann nämlich läuft die Vignette 2009 ab. Sie gilt nur, wenn der Plastikkleber auch wirklich am Velo haftet.
Der Velo-Vignette, die den Zweiradfahrern einen äusserst preiswerten Haftpflichtschutz bietet, wird es wahrscheinlich bald an den Kragen gehen. Nach Meinung der meisten Parteien soll nämlich künftig die – nicht obligatorische – Privathaftpflichtversicherung auch für Schäden aufkommen, die mit dem Zweirad angerichtet wurden. Eine Privathaftpflichtversicherung lohnt sich aber allemal, auch wenn die Vignette noch nicht ausgedient hat oder man kein Velo fährt.
Richard Eisler, comparis.ch








