Roaming: Die Kostenfalle beim Mobilfunk
Für Schweizer Konsumenten ist der Handy-Gebrauch im Ausland eine wahre Kostenfalle.
Bei den Handy-Tarifen gehört die Schweiz zu den ganz teuren Pflastern. Vor allem beim Gebrauch im Ausland werden Handys und Smartphones zur Kostenfalle. Wer das Ferienfoto mobil per E-Mail nach Hause übermittelt, zahlt mit Standtarif gut und gerne 20 Franken. Selbst das Telefonieren ist für Schweizer Mobilfunkkunden überdurchschnittlich teuer. Ein Fünf-Minuten-Gespräch vom Strand in Spanien kostet bei den drei grossen Schweizer Mobilfunkanbietern zwischen 4.25 Franken (Swisscom-Standardtarif) und 10 Franken (Orange-Standardtarif).Im EU-Raum sind die Roamingtarife seit 2007 plafoniert und bedeutend günstiger als in der Schweiz. Ausgehende Gespräche kosten maximal 39 Cent/Minute (54 Rappen), ankommende höchstens 15 Cent/Minute (21 Rappen), ein SMS 11 Cent (15 Rappen).
Spartipp: Der Tarif-Abzocke kann am wirkungsvollsten Paroli geboten werden, wenn man in den Ferien das Handy zu Hause lässt. Wer bei einem Auslands-aufenthalt aufs Handy nicht verzichten kann, entscheidet sich mit Vorteil für eine Roaming-Option. Sonst kann man eine böse Überraschung erleben. Schnell mit dem Smartphone die E-Mails abrufen, ein Foto nach Hause schicken, die News aus der Heimat lesen oder das nächste Restaurant auf Google Maps suchen geht im Ausland richtig ins Geld. Denn die drei grossen Anbieter verrechnen fürs mobile Surfen im europäischen Ausland regelrechte Abzockerpreise von 8 bis 15 Franken pro Megabyte.
Am besten Hände weg vom mobilen Internet im Ausland. Und wenn es gar nicht anders geht, dann nur mit einer Option, die günstigere Tarife bietet. Auf der Website des Internet-Vergleichsdienst comparis.ch findet sich eine umfassende Zusammenstellung der in Frage kommenden Optionen fürs Telefonieren und Surfen im Ausland. Wichtig ist, die Option nach der Rückkehr nach Hause wieder zu kündigen, wenn sie auch bei Nichtgebrauch verrechnet wird.
Ralf Beyeler, comparis.ch








